Stadtmarketing

Ein reinigendes Gewitter

Proppenvoll in Sunderns Innenstadt: Das ist auch weiterhin das Ziel der Genossen der Stadtmarketing eG.

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Proppenvoll in Sunderns Innenstadt: Das ist auch weiterhin das Ziel der Genossen der Stadtmarketing eG.

Stockum.   Nach dem Gewitter klare Luft? Man kann es hoffen, denn alle wollen Stadtmarketing erhalten, ergab die außerordentliche Mitgliederversammlung.

Es hat schon schönere Mitgliederversammlungen gegeben im großen Saal des Gasthofes Cordes. Gestern Abend knallte es dort so richtig bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Stadtmarketing Genossenschaft. Es wurde viel Adrenalin in die Herzen und auch in die Köpfe gepumpt. Und so einige Genossen wurden von den Kollegen auch gebremst. Doch für die heutige Ratssitzung (18 Uhr, großer Sitzungssaal) gab es dann doch ein gemeinsames Vorgehen, das in die Richtung führt, kein externes Gutachten erstellen zu lassen, aber einen sicheren Zuschuss für drei bis fünf Jahre, ein Vorschlag von Sebastian Booke (CDU).

Erklärende Statements

So gab es nach den Statements vom Aufsichtsratsvorsitzenden der

Stadtmarketing Ralph Brodel und den zurückgetretenen Vorständen im Anschluss einen heftigen Austausch der Meinungen, wie es zum Eklat am Dienstagmorgen kam (unsere Zeitung berichtete). Brodel versicherte immer wieder, dass eine Überführung der Genossenschaft in die Stadtverwaltung für ihn der „Notnotnagel“ gewesen sei. Die im Ratssystem anhängende Vorlage aus 2017 sah er als Information an, nicht als Beschlussvorlage. Das externe Gutachten sieht er als „Brücke“, um die festen Vorstellungen der Mitglieder mit denen der Politik überein zu bringen. Klares Statement von Brodel: „Eine Stadt ohne Stadtmarketing kann ich mir nicht vorstellen.“ Lob gab es von ihm für die 55-seitige Ausarbeitung über die Zukunft der Genossenschaft.

Es geht nur um Geld

Anders stellte sich die Situation für die zurückgetretenen ehrenamtlichen Vorstände dar: „Seit im Vorjahr die Arbeitskreise gebildet wurden, hatten wir das Gefühl, dass die eG weg soll und ins Rathaus verlagert wird.“ Dann habe Ann-Kathrin Meier den Auftrag von Brodel für die obige Ausarbeitung erhalten. „Als wir dann die Vorlage mit den Anhängen gelesen haben, waren wir erschrocken“, so Christian Willeke. Da kein Zuschuss mehr vorgesehen war, sah man die Zeitfalle: „Ohne Zuschuss und nur mit den Mitgliedsbeiträgen ist das nicht zu stemmen.“ Noch klarer wurde Maria Hegemann: „Seit 18 Monaten geht es um Geld, wir müssen uns immer rechtfertigen, obwohl wir schon auf Sparflamme sind“, erläuterte sie dann, dass die umfangreichen Trennungsberechnungen für die EU zwischen Arbeit für die Stadt und für die Genossen eine Summe von 135 000 Euro für die Stadtaufgaben ergeben hätten, und das bei einem Budget von 198 000 Euro, so spare die Stadt trotz Zuschuss an die eG noch viel Geld.

Modell Brilon favorisiert

In der Folge kristallisierte sich heraus, dass man das Modell Brilon mit einer neuen städtischen GmbH mit Sorpesee GmbH, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung verfolgen solle. Dazu müssen dann klare Ziele formuliert sein.

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