Junge Politik

Ein junges politisches Signal aus Arnsberg nach Europa

Europäisches Jugendparlament beim Schüler- und Azubiforum im Campus Arnsberg.

Foto: Ted Jones

Europäisches Jugendparlament beim Schüler- und Azubiforum im Campus Arnsberg.

Arnsberg.   Europäisches Jugendparlament diskutiert beim Azubi- und Schülerforum im Campus Arnsberg wichtige Zukunftsfragen.

In Arnsberg wird Politik gemacht - europäische und junge Politik. Das Europäische Jugendparlament in Deutschland tagte drei Tage lang beim Azubi- und Schülerforum auf dem Campus der Stadtwerke Arnsberg. Junge Menschen diskutierten in Ausschüssen und einer abschließenden Vollversammlung über Rechtspopulismus, Klimaschutz und Energiegewinnung, Digitalisierung und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

„Demokratie und Parlamentarismus muss man lernen“, sagt Leonard Rosen. Er ist Vorstandsmitglied des Europäischen Jugend-Parlaments in Deutschland e.V. (EYP) und damit einer von ehrenamtlichen jungen Menschen, die sich in allen europäischen Ländern in einem solchen Verein engagieren und helfen wollen, den jungen Menschen eine Stimme zu geben. Leute wie Leonard Rosen denken über Grenzen hinweg. „Es ist unser Europa, das wir gestalten müssen“, sagt er vor der Vollversammlung im großen Campus-Foyer unter dem Applaus der Teilnehmer, „wir merken hier aber auch, wie schwer es ist, Demokratie zu machen“.

Resonanz in großer Politik

Die Veranstaltung in Arnsberg fand viel Beachtung auch bei der großen Politik. NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner, zuständig im Kabinett auch für die sogenannten Europaangelegenheiten, kam zur Eröffnung ebenso wie die EU-Parlamentarierin Birgit Sippel. Zum Abschlusstag gaben sich Alt-Politiker Franz Müntefering und auch der neue Arnsberger Bürgermeister Ralf Bittner die Ehre. „Wir sind glücklich, dass diese wichtige Veranstaltung hier in Arnsberg stattfindet“, sagt er. Und Stadtwerke-Geschäftsführer Karlheinz Weißer deutet gleich an, dass er sich vorstellen könne, bald wieder Gastgeber für das Europäische Jugendparlament zu sein. „Es gibt Überlegungen, das hier fortzusetzen“, sagt er.

Vom politischen Arbeiten und auch der Ernsthaftigkeit der jungen Leute aus der Region - sie wurden von Schulen und Betrieben entsandt - war Karlheinz Weißer begeistert. „Die jungen Menschen haben hier versucht, gemeinsam Lösungen zu finden und diese auch in der Diskussion zu verteidigen“, lobt er. Das politische Ansinnen ist ernsthaft: Verabschiedet wurden Resolutionen, die auch an die große Politik weitergegeben werden.

Organisiert werden die Foren nahezu eigenständig vom EYP - von jungen Leuten für junge Leute. Projektleiter Lennart Zündorf ermutigt zum Abschied alle Teilnehmer, sich selbst in das EYP einzubringen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik