Bienenlehrpfad

Der Imkerverein Oeventrop eröffnet einen Bienenlehrpfad

Der Bienenschaukasten neben dem Lehrpfad. Im Bild Gerd Biedermann, Vorsitzender des Imkervereins, und

Der Bienenschaukasten neben dem Lehrpfad. Im Bild Gerd Biedermann, Vorsitzender des Imkervereins, und

Foto: Inessa Brauer

Oeventrop.   Der Lehrpfad in der Filscheid soll die große Bedeutung der fleißigen Bienen für Ökologie und Umwelt herausstellen.

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Es regnet. Dennoch sind Gäste und Sponsoren erschienen, um die Eröffnung des Bienenlehrpfades, den der Imkerverein Oeventrop eingerichtet hat, hautnah zu erleben. Unter dem Regenschirm. Und so verkündet Imker-Chef Gerd Biedermann am Wanderweg in der Filscheid: „Für andere mag es nicht viel bedeuten, aber für uns ist es etwas ganz Besonderes!“

Die Unterstützung für den Bienenlehrpfad ist groß

Sieben Einzeltafeln haben die fleißigen Imker am Wegesrand aufgestellt. Mit interessanten Informationen über die Eigenschaften und Leistungen der fleißigen Insekten. Die Tafeln sind zum Teil gesponsert von Spadaka Oeventrop und Volksbank Sauerland, zum Teil von Freunden des Imkervereins fachmännisch zusammengebaut.

Die Unterstützung für den Bienen-Lehrpfad ist also groß und auch die Stadt Arnsberg gab sofort grünes Licht für die Umsetzung des Projekts.

Infotafeln sollen das Image der Biene korrigieren

Denn: Was den Imkern schon lange klar ist, ist jetzt für jedermann sichtbar – die große Bedeutung der kleinen Honigbiene.

Der Lehrpfad soll diese Bedeutung für Ökologie und Umwelt herausstellen und das Image der Biene korrigieren. Denn fälschlicherweise werde diese oft mit Wespen oder Hornissen verwechselt.

Eine Biene bestäubt pro Flug 100 Blüten

Aber die Biene ist ungefährlich, sie geht nur ihrer Arbeit nach. Und: 85 Prozent der Pflanzenerträge hängen von ihr ab. Denn eine einzige Biene schafft es, pro Flug 100 Blüten zu bestäuben. Ein ganzes Bienenvolk kommt so an einem Tag auf 20 Millionen.

Neben dem Lehrpfad ist ein Schaukasten angelegt, an dem Interessierte die Struktur genau verfolgen kann. In wenigen Wabenschichten sammelt sich dort das Volk – aufgeteilt in Arbeiterinnen, Drohnen und die Königin. Diese ist besonders gekennzeichnet – in diesem Fall mit einem grünen Plättchen. Fast wie eine Krone.

Im Sauerland ist es nicht gut um die Bienen bestellt

Der Kasten sieht aus wie ein summendes und krabbelndes Durcheinander, aber in Wirklichkeit kennt jede einzelne Biene ihre genaue Aufgabe.

Dennoch: Im Sauerland ist es schlecht um die Bienen bestellt, wie Gerd Biedermann als Vorsitzender des Imkervereins erklärt:

„Wir kommen gerade mal auf eine Quote von 1,1 Bienenvölker pro Quadratkilometer. Damit liegen wir in NRW ganz weit hinten.“

Bienencampingplatz in Arnsberg eingerichtet

Aber Biedermann ist optimistisch. „Unsere Mitglieder sind zwischen 6 und 78 Jahren alt. Jeder kann mitmachen - ob in der Freizeit oder vollberuflich!“

Um für Imkernachwuchs zu sorgen, hat der Verein einen Bienencampingplatz im Steinbruch in Arnsberg errichtet. Wenn man möchte kann, man dort Pflegevater oder -mutter für ein Bienenvolk werden.

Crowdfunding für Nachwuchsförderung eingerichtet

Heike Röhrig-Trompeter kümmert sich um diese Einsteiger: „Hier kann man alles über das Imkern lernen und auch die Ausrüstung wird gestellt. Wer möchte, darf sein Volk dann auch richtig adoptieren.“

Für die Nachwuchsförderung ist zudem ein Crowdfunding eingerichtet, an der sich jeder beteiligen - und so einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Bienen leisten kann.

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