Salonorchester

Das Salonorchester Arnsberg fürchtet um das Fortbestehen

Das Arnsberger Salonorchester bei einem Jahreskonzert im Mariengymnasium.

Das Arnsberger Salonorchester bei einem Jahreskonzert im Mariengymnasium.

Arnsberg.   Die Zahl der aktiven Musikerinnen und Musiker ist arg geschrumpft. Dem Ensemble fehlen Streicher, Trompeter, Klarinettisten und Schlagzeuger.

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Alter, Wegzug, Beruf oder Mutterschaft. Die Mitgliederzahl des „Salonorchesters“ Arnsberg schwindet. Was bei dessen Leiter Hans Dörner große Sorgen auslöst. „Weil der Bestand des Orchesters gefährdet ist.“ Eines Orchester, das bereits seit 1984 das kulturelle Leben bereichert, aber erst 2002 unter Hans Dörner richtig durchgestartet ist.

Daher schlagen Dörner, zugleich Dirigent und Arrangeur, und Orchester-Urgestein Britta Kierst Alarm: „Wir brauchen dringend neue Mitglieder für unser Ensemble,“ appellieren sie an alle, die ein Instrument beherrschen. Gesucht werden StreicherInnen und - ganz besonders TrompeterInnen, Klarinettistinnen und ein oder eine SchlagzeugerIn.

Streicher müssen keine Orchestererfahrung haben

Bei den Streicherinnen und Streichern, sagt Britta Kierst , „ist eine Orchestererfahrung nicht unbedingt erforderlich, denn die Stücke aus unserem Repertoire sind gut spielbar.“ Zudem würden von diesen keine Soloeinsätze verlangt, so dass man sich im Zusammenspiel musikalisch auch gut weiterentwickeln könne.

Alle MusikerInnen werden an ihre Rollen herangeführt

Anders die Situation bei Trompete, Klarinette und Schlagzeug. „Diese Musiker müssen in der Lage sein,“ erklärt Orchesterchef Hans Dörner, „auch solistisch zu spielen. Und die oder der SchlagzeugerIn sollte schon versiert sein und Rhythmus beherrschen.“ Aber alle Interessierten würden selbstverständlich an ihre jeweiligen Rollen herangeführt.

In der jüngeren Generation ist die Fluktuation groß

Mit ihrem Aufruf wollen Hans Dörner und Britta Kierst das Salonorchester in eine sichere Zukunft führen. Durch Kompensation der vielen Abgänge. „Wir hatten zum Beispiel einen wunderbaren Trompeter,“ so Kierst, „doch der hat nach dem Abitur ein Studium aufgenommen und steht damit leider nicht mehr zur Verfügung.“

Ein Beispiel von vielen. Denn gerade bei jüngeren Generation sei die Fluktuation besonders groß, so dass man immer wieder nach neuen Kräften suchen müsse.

Schlummernde Talente

Aber Britta Kierst ist überzeugt, dass „hier vor Ort noch sehr viele Musikerinnen und Musiker schlummern, denen der passende Rahmen fehlt. Sie alle sind uns willkommen.“

Und zwar Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen. Damit das Salonorchester weiterhin das kulturelle Leben umfassend bereichern kann.

„Die aktuelle Lage ist für ein Orchester gefährlich“

„Denn die aktuelle Lage,“ legt Dörner den Finger in die Wunde, „ist für ein Orchester durchaus gefährlich. Weil wir angesichts der personellen Situation nur noch Projekte ohne führende Stimmen realisieren können. Aber das ist für ein Orchester frustrierend, weil es nicht mehr gefordert wird.“

Deshalb hofft man, dass sich mancher einen Ruck gibt. Britta Kierst: „Denn es wäre sehr schade, wenn wir als Salonorchester still verschwinden würden.“

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