Gemeinwesen in der Krise

Corona: SPD Arnsberg will Hilfe für die Vereine der Stadt

Schützenfest Arnsberg 2019: Bilder wie diese erscheinen momentan im Jahr 2020 nicht möglich. Den Bürgerschützen entfallen Einnahmen.

Schützenfest Arnsberg 2019: Bilder wie diese erscheinen momentan im Jahr 2020 nicht möglich. Den Bürgerschützen entfallen Einnahmen.

Foto: Wolfgang Becker / Wolfgang Becker / WP

Arnsberg.  SPD Arnsberg will, dass sich die Verwaltung im Verbund mit anderen Kommunen für Stärkung der von der Coronakrise betroffenen Vereine stark macht.

Die Arnsberger sind in der Coronakrise solidarisch. Gerade viele Vereine organisieren inihren Ortsteilen Unterstützung für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger, die darauf angewiesen sind. „Aber wir machen uns auch Sorge, um die Vereine selbst“, sagt der SPD-Stadtverband Arnsberg, „je länger die Einschränkungen andauern, besteht die Gefahr, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch eine ganze Reihe von Vereinen von der Krise existentiell bedroht sind“.

Einnahmen fallen weg

Viele Vereine seien auf Einnahmen aus Veranstaltungen oder die Vermietung ihrer Räumlichkeiten angewiesen. Dies gelte für Musik-, Kunst- Theater- und Kulturvereine, die jetzt keine Lesungen, Aufführungen oder Ausstellungen anbieten können. Das betrifft Sportvereine,die nicht mehr trainieren können und auch keine Zuschauereinnahmen mehr haben. Noch schwieriger sei die Lage bei den Schützenvereinen. Durch Absage der Schützenfeste gehen ihnen der größte Teil ihrer Einnahmen verloren. Auch können sie die Schützenhallen nicht mehr an andere vermieten.

„Vereine unverzichtbar“

„Die Vereine, egal welcher Art sind unverzichtbar für das gesellschaftliche Leben“, so die SPD. Sie will wissen, ob bei der Verwaltung entsprechende Hinweise von Vereinen in Nöten eingegangen sind und ob es von städtischer Seite Überlegungen zu Hilfsmaßnahmen gibt. „Wir sind uns bewusst, dass der finanzielle Spielraum der Stadt als Stärkungspaktkommune selbst eng begrenzt ist“, so die Arnsberger SPD. Deswegen sei aus ihrer Sicht insbesondere zu prüfen,ob es von Seiten des Landes entsprechende Mittel gibt. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf den Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese hin, der vorgeschlagen hat, dass die Landesregierung die Mittel aus dem Förderprogramm „Heimat Zukunft Nordrhein-Westfalen“ für Hilfen an die Vereine zur Verfügung stellt. Das gelte insbesondere für den Heimat-Scheck, bei dem relativ kleine Summen für gute Ideen und Projekte gerade von Vereinen ausgelobt werden.

Unbürokratische Hilfe

Die SPD wünscht, dass die Verwaltung – vielleicht in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen des HSK und des Kreises selbst – an das Land heranzutreten, um anzuregen, dieses Geld für schnelle und unbürokratische Hilfe für die Vereine zu verwenden.

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