Hilfe für Krankenhäuser

Corona-Finanzierung: Klinikum Hochsauerland optimistischer

Corona-Ambulanz Marienhospital Arnsberg

Corona-Ambulanz Marienhospital Arnsberg

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Das Klinikum Hochsauerland sieht nach erfolgreichem Protest wieder optimischer auf die Corona-Nachfinanzierung für Krankenhäuser.

Das Klinikum Hochsauerland begrüßt das Engagement von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zur Stärkung der Krankenhäuser in der Corona-Krise. Vor zwei Tagen hatte das Klinikum sich noch in einem offenen Brief an die Politik gewandt und einen Gesetzesentwurf zur Krankenhausfinanzierung scharf kritisiert.

Investitionszuschüsse begrüßt

„Für die Krankenhäuser in NRW engagiert sich unser Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann durch verschiedenste Maßnahmen und additive Investitionszuschüsse nach unserem Dafürhalten in sehr begrüßenswerter Form“, schreibt Klinikum-Sprecher Richard Bornkessel, „deshalb sehen wir nunmehr bezüglich der Finanzierung der Mehrkosten und des Ersatzes ausgefallener Erlöse durch Freihalten von Betten für Corona-Patienten optimistischer in die Zukunft, auch wenn noch drängende Fragen gemeinsam gelöst werden müssen“.

Vertrauen auf Zusage

Im Vertrauen auf die Zusage des Gesundheitsministers, dass kein Krankenhaus durch den Kampf gegen die Corona-Pandemie ins Defizit rutschen dürfe, habe das Klinikum Hochsauerland früh mit Umstrukturierungen von drei unserer vier Krankenhausstandorte und insbesondere des Marienhospitals zum Corona-Zentrum einen Weg beschritten, der für das Klinikum Hochsauerland erhebliche wirtschaftlichen Auswirkungen nach sich ziehe.

Abgestimmter Protest

Ende letzter Woche habe das Klinikum von einem ersten Gesetzesentwurf der Regierungskoalition zur Anpassung der Krankenhausfinanzierung erfahren. „Diesen Entwurf haben wir sehr kritisch gesehen. Wenn dieser Gesetzesentwurf so verabschiedet worden wäre, hätten wir erhebliche wirtschaftliche Risiken für die Krankenhäuser und auch für das Klinikum Hochsauerland erwartet“, so Bornkessel, „wir haben daher unsere Position sehr deutlich in einer Stellungnahme gegenüber dem Gesundheitsministerium des Landes NRW zum Ausdruck gebracht“. Dies sei in enger Abstimmung mit anderen Krankenhausverbänden erfolgt.

Nachbesserungen nötig

Die konzertierten Aktionen der Krankenhausverbände haben zwischenzeitlich eine deutliche Novellierung des Gesetzesentwurfes erwirkt, „die zwar nicht im Kern die Forderungen der deutschen

Krankenhausgesellschaft umsetzt, aber wichtige Verbesserungen aufnimmt“. Das Klinikum Hochsauerland geht daher davon aus, dass die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser dargestellt werden könne, „obgleich es in den nächsten Wochen weiteren Nachbesserungen der gesetzlichen Grundlagen bedarf“.

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