Marienverehrung

Besondere Ausstellung eröffnet im Klostermuseum Oelinghausen

Karl Baumhoff, Vorsitzender Dr. Günter Bertzen, Hubert Michel und Erhard Schäfer vom Freundeskreis Oelinghausen (von links) vor einigen Exponaten der ­Marien-Ausstellung im Klostergartenmuseum, die am kommenden Sonntag ­eröffnet wird.

Karl Baumhoff, Vorsitzender Dr. Günter Bertzen, Hubert Michel und Erhard Schäfer vom Freundeskreis Oelinghausen (von links) vor einigen Exponaten der ­Marien-Ausstellung im Klostergartenmuseum, die am kommenden Sonntag ­eröffnet wird.

Foto: Karl-Heinz Keller

Kloster Oelinghausen.  Der Freundeskreis Oelinghausen zeigt im Klostergartenmuseum eine neue Ausstellung: Von der Empfängnis bis zur Krönung Mariens.

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„Begegnung mit Maria, der Gottesmutter“, lautet der Titel einer Ausstellung, die am kommenden Sonntag, 12. August, um 15 Uhr im Klostergartenmuseum vom Freundeskreis Oelinghausen eröffnet wird – und die bis zum 3. Oktober samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach ­Vereinbarung geöffnet ist.

In zeitlicher Folge gegliedert

Die Ausstellung ist nach den Marienfesten im Kirchenjahr in zeitlicher Folge gegliedert: von der Em­pfängnis Mariens (8. Dezember) bis zur Krönung Mariens (22. August). Der Freundeskreis Oelinghausen gibt einen Einblick in die volkstümliche Verehrung der ­Gottesmutter und in die Wandlung der Gestalt Marias im Laufe der Geschichte.

Themen sind: „Maria als Kind und als junges Mädchen“, „Maria, die Mutter Jesu“ und „Maria unter dem Kreuz, ihr Tod und ihr Leben in der jenseitigen Welt“.

Viele Objekte aus dem Sauerland

Zahlreiche Hausaltäre, ausdrucksstarke Figuren, Bilder und Devotionalien aus drei Jahrhunderten geben Beispiel für die Umsetzung dieser Themen in der Volksfrömmigkeit. Darunter sind auch viele Objekte aus dem Sauerland, wie zum Beispiel Andachtsbildchen und die Marienverehrung auf Kommunionbildern des 20. Jahrhunderts.

Auch Zeitungsartikel von Wallfahrtsorten des Sauerlandes (u a. Klosterbrunnen, wo 1979 eine Pietá gestohlen wurde) sind zu sehen – außerdem ein Buchdeckel, kupfervergoldet und -versilbert, und vieles mehr.

In einem Überblick werden die Sicht auf die Person Marias seit dem Konzil von Ephesos im Jahr 431 bis zum Dogma der „immer währenden Jungfräulichkeit Marias“ durch Papst Pius IX. im 19. Jahrhundert vorgestellt.

Gnadenmadonna in der Krypta

Über allen der mehr als 200 Ausstellungsstücke steht aber die Gnadenmadonna in der Krypta der Klosterkirche Oelinghausen. Sie hat auch zu der Ausstellung inspiriert. „Unsere liebe Frau von Köln“ wird sie im 17. Jahrhundert genannt, heute hat sie den Ehrentitel „Königin des Sauerlandes“.

Maria ist als Himmelskönigin dargestellt, sie sitzt auf einem Thron und trägt den jungen Jesus auf ihrem Schoß. Die Figur stammt aus der Zeit um 1200 und wurde in einer Kölner Werkstatt gefertigt. Der Legende nach hat sie Erzbischof Engelbert seiner im Kloster lebenden Schwester Gisela geschenkt.

Oelinghausen ist Ort der Marienverehrung

Seither ist Oelinghausen ein Ort der Marienverehrung und Wallfahrtsziel. „Man glaubt fest daran, Maria hält ihre schützende Hand über Oelinghausen“, so Dr. Günter Bertzen, erster Vorsitzender des Freundeskreises Oelinghausen.

Im Vorfeld der Ausstellung wurde besonders dem Ehrenvorsitzenden des Freundeskreises Oelinghausen, Werner Saure gedankt – für die zahlreichen Anregungen zu dieser Ausstellung. Auch Pfarrer i.R. Gisbert Wisse wurde gedankt – für die Durchsicht des Manuskriptes des Ausstellungsbegleiters, der zur tieferen Betrachtung anregt. Dank gilt außerdem Hubert Michel, der einen Großteil der Aufbauarbeit geleistet hat.

Besonders wertvolle Exponate

Aber auch allen Leihgebern sei Dank gesagt, die mit der Über­lassung wertvoller Sammlerstücke geholfen haben, das Ausstellungsthema in der gewünschten Deutlichkeit darstellen zu können. Vor allem Karl Baumhoff aus Attendorn, der in den vergangenen Jahrzehnten eine beachtliche volkskundliche Sammlung zur Volksfrömmigkeit im Sauerland zusammengetragen hat. Er hat besonders wertvolle Exponate für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt, wie auch weitere Privatpersonen, die sich vorübergehend von Erinnerungsstücken getrennt haben.

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