Feuerwehr

Ausbau Feuerwache Ruhrstraße im laufenden Betrieb

Der Ausbau der Feuer- und Rettungswache im Ortsteil Arnsberg wird unter anderem die Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge optimieren. Künftig sind an der Ruhrstraße zwei RTW (auf dem Bild ist hinten einer zu sehen) stationiert. Foto:Ted Jones

Der Ausbau der Feuer- und Rettungswache im Ortsteil Arnsberg wird unter anderem die Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge optimieren. Künftig sind an der Ruhrstraße zwei RTW (auf dem Bild ist hinten einer zu sehen) stationiert. Foto:Ted Jones

Arnsberg   Stadt investiert bis 2020 sechs Millionen Euro für Modernisierung der Feuer- und Rettungswache Ruhrstraße. Keine Einschränkungen bei Versorgung.

„Eine echte Herausforderung für alle Beteiligten“, meint Bernd Löhr mit Blick auf den anstehenden Um- und Ausbau der Feuer- und Rettungswache Arnsberg. Warum, liegt auf der Hand: Sämtliche Baumaßnahmen erfolgen im laufenden Betrieb. „Unumgänglich, weil wir die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger nicht einschränken wollen – und ­können“, liefert der Feuerwehr-Chef die Begründung prompt mit.

Unumgänglich wohl auch, weil sich mögliche Einschränkungen über einen langen Zeitraum erstrecken würden: Die Wache wird in drei Bauabschnitten modernisiert und ausgebaut – in den Jahren 2018 bis einschließlich 2020.

Diverse Gründe

Gleich aus mehreren Gründen unumgänglich ist auch die Baumaßnahme an sich, wie Wehrführer Löhr im Einzelnen erläutert:

Der im Jahr 2016 – mit Beteiligung der HSK-Kommunen – fortgeschriebene Rettungsbedarfsplan des Kreises sieht für die kommunale Rettungswache im Ortsteil Arnsberg Veränderungen vor: An der Rettungswache am Standort Marienhospital müssen zukünftig zwei Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) untergebracht werden (aktuell ist dort nur ein RTW stationiert).

Am Marienhospital ist aber nur eine Garage vorhanden, eine bauliche Erweiterung ist aufgrund der Hanglage und der geringen Platzreserven nur unter erheblichen finanziellen Aufwendungen möglich. Daher ist geplant, das NEF künftig am Marienhospital zu stationieren (schafft auch Synergien bei der Auslastung des Notarztes im Umfeld des Klinikums), während die beiden RTW an der Feuerwache Ruhrstraße untergebracht werden. Dort sollen außerdem Aufenthalts- und Sozialräume für das hauptamtliche Feuerwehr- sowie das ­Rettungsdienstpersonal entstehen.

Erreichungsgrad verbessern

Hinzu kommt eine seit 2012 zu verzeichnende deutliche Verschlechterung des Erreichungsgrades im Ortsteil Arnsberg. Um gegensteuern zu können, ist angedacht, die Verwaltung der Feuerwehr von der Feuerwache Neheim an die Ruhrstraße zu verlagern – Vorteil: Tagsüber kann so mehr hauptamtliches Personal ausrücken, um berufsbedingt fehlende ehrenamtliche Feuerwehrangehörige aufzufangen. Die frei werdenden Räume in der Feuer- und ­Rettungswache in Neheim könnten im Gegenzug neue Rettungsdienstmitarbeiter nutzen, da gemäß Rettungsbedarfsplan auch dort zukünftig ein weiterer RTW zu stationieren ist. Dritter Grund: Das Feuerwehrgerätehaus an der Ruhrstraße wurde 1965 in Betrieb genommen und seitdem nicht an die stetig veränderten Erfordernisse angepasst. Während einer Begehung in 2017 beanstandete die NRW-Unfallkasse „gravierende sicherheitstechnische Mängel, die zeitnah abgestellt werden müssen“ (siehe Infokasten oben).

Kombinierte Feuer-/Rettungswache

Ziel ist, den Standort an der Ruhrstraße in Zukunft für eine kombinierte Feuer- und Rettungswache in Arnsberg zu nutzen. „In Anbetracht der dargestellten Handlungsbedarfe ist dafür allerdings ein umfangreicher Um- bzw. Erweiterungsbau auf dem städtischen Grundstück notwendig“, bilanziert Bernd Löhr. Mögliche Optionen auf anderen, nicht im Eigentum der Stadt Arnsberg befindlichen Grundstücken im Ortsteil Arnsberg wurden geprüft und für nicht geeignet erachtet. Die Mittel für den Bau, etwa sechs Millionen Euro, sind im Hauhalt eingeplant.

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