Arnsberger Tafel

Arnsberger Köche zaubern mit Freude für die Tafel-Kunden

Renate Güldenhaupt, Andreas Benfer, Markus Mues, Frank Geiger, Thomas Hartz und Klaus Willmes sind in der R.D.M.-Küche für die gute Sache in Aktion.

Renate Güldenhaupt, Andreas Benfer, Markus Mues, Frank Geiger, Thomas Hartz und Klaus Willmes sind in der R.D.M.-Küche für die gute Sache in Aktion.

Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.  Inzwischen ist die Aktion in Arnsberg zu einer schönen Tradition geworden. Und viele haben Anteil am Gelingen.

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„Es ist angerichtet!“ – das konnten am Montagabend abermals die Arnsberger Köche zufrieden verkünden, als sie ihr Drei-Gänge-Menü für die Gäste der Arnsberger Tafel zusammengestellt hatten.

Schon seit neun Jahren ist es mittlerweile gute Tradition, dass sich Arnsberger Gastronomen aus der Altstadt zusammen finden, um gemeinsam Gutes zu tun – und Spaß dabei zu haben. So wurde eine Woche vor Heilig Abend wieder einmal in der Mensa des Kartonherstellers R.D.M. gekocht, gegessen und ein wenig Weihnachten gefeiert.

Klaus Willmes: „Das machen wir auch“

„Ich war 2009 in Berlin und habe mich von der Initiative des Sängers Frank Zander einfach anstecken lassen“, erinnert sich Koch Klaus Willmes (Landsberger Hof) an die Entstehung des Projektes. „Das machen wir hier auch!“, habe er sich gedacht und in Arnsberg Mitstreiter gesucht.

So wird auch an diesem Montag schon Stunden vor dem Eintreffen der Gäste in der R.D.M.-Küche gekocht:

Tomatensuppe mit Koriander, Gemüselasagne, Szegediner Gulasch vom Hällischen Schwein mit Kartoffelklößen und Spätzle, dazu Rote-Beete-Salat mit Walnüssen. Natürlich soll es auch an Nachtisch nicht fehlen – Andre Krengel (Konditor) hatt ein leckeres Dessert mitgebracht.

Gutes tun und dabei die Gemeinschaft pflegen

Mit Renate Güldenhaupt (Altes Backhaus), Andreas Benfer (Ratskeller), Thomas Hartz (Gasthaus zur Börse), Marcus Mues (Menüservice Mues), Frank Geiger (Gaststätte Flip) und Cheforganisator Klaus Willmes wird es in der Küche schon etwas eng.

„Für uns Köche zählt hier neben dem Gedanken, etwas Gutes zu tun, auch die Gemeinschaft“, beschreibt Willmes. Den ganzen Tag lang habe er sich darauf gefreut – ein Gefühl von Gemeinschaft, dass es unter den Arnsberger Gastronomen - viele sind schon seit Jahren bei der Sache - sonst nur selten auf diese Art und Weise gebe.

Auch die KLAKAG ist mit vielen HelferInnen vertreten

Vom Spaß aller Beteiligten in der Küche haben sich auch die restlichen Unterstützer anstecken lassen.

Geduldig warten so die Helferinnen und Helfer der Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft (KLAKAG) hinter der Theke auf ihren Einsatz. Prinzessin Diana I. und Kanzler Peter Hoffmann stehen mit den anderen bereit. Ungeduldig sind vor allem die Kinder und toben in der Mensa herum.

R.D.M. sponsert die Geschenke für die vielen Gäste

„Wir stellen die Mensa gerne für diese gelungene Aktion zur Verfügung“, sagt R.D.M.-Geschäftsführer Dirk Verschueren. Als heimischer Betrieb wolle man seinen Beitrag leisten und die schöne Initiative unterstützen. Und das geht bei der Papierfabrik nicht nur logistisch: Alle Geschenke, die nach dem Essen an große und kleine Gäste verteilt worden sind, wurden von R.D.M. gesponsert.

Während Probst Hubertus Böttcher die Kinder zum Singen von Weihnachtsliedern motiviert, genießt Diane aus Arnsberg die Atmosphäre. „Ich bin das zweite Mal dabei und freue mich über die Aktion“, sagt die 37-Jährige.

„Hier kann man die Sorgen mal kurz vergessen“

Ihre Schreinerlehre musste sie einst wegen einer Allergie abbrechen und nach einer Erkrankung kann sie derzeit nicht arbeiten. Mit ihrem Sohn ist sie Kundin der Tafel und hat die Einladung zum Essen gerne angenommen.

„Das ist etwas Besonderes, ich habe keine eigene Familie, hier kann man einige Bekannte treffen und Sorgen mal kurz vergessen“,so Diana. Dann ist alles fertig und es darf gegessen werden.

Brave Kinder: Nikolaus kommt ohne Knecht Ruprecht

Vor dem Nachtisch stimmt Probst Böttcher die Kinder auf den Besuch des Nikolaus´ ein, aber alle wollen nur die „Weihnachtsbäckerei“ singen. Und dann steht der Mitarbeiter von R.D.M. plötzlich im Bischofskostüm vor den Kindern.

Ja, fast alle waren brav - und ohne Knecht Ruprecht an seiner Seite werden so die Geschenke verteilt. „Das ist sehr schön, dass die Kinder etwas geschenkt bekommen“, freut sich Diana. Und als die Tütchen für die Kleinen vergeben sind, gibt es noch Applaus für den Nikolaus.

„Es ist schon eine besondere Situation hier“

„Es ist schon eine besondere Situation hier“, gibt Carmen Deimann von der KLAKAG zu bedenken.

Vielen von denen, die hier helfen, gehe es gut, und so sei es schön, zu sehen, dass sich Menschen auch über Kleinigkeiten freuen könnten. Seit Jahren treffe sie hier andere Gesichter und sie hoffe, dass diese Initiative fortgesetzt werde.

Der Bauch ist dann lecker gefüllt, und die Taschen sind gepackt – Aufbruchstimmung. Nach rund zwei Stunden bleibt für die Helfer in Küche und Mensa noch aufzuräumen. Alle fassen mit an und dann kann der Erfolg der Aktion auch noch ein bisschen im Kreis der Akteure gefeiert werden.

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