Motorradfahren

Arnsberger haben großes Herz für den Rennsport

Ralf Risse und Ottmar Bange vom MSF Sauerland freuen sich auf die Motorradsaison. 

Ralf Risse und Ottmar Bange vom MSF Sauerland freuen sich auf die Motorradsaison. 

Foto: Achim Benke

Neheim.   Arnsberger Vorstandsmitglieder des Vereins Motorradfreunde Sauerland im ADAC touren durch Europa, um Organisationen von Rennen zu übernehmen.

In wenigen Wochen ist es soweit. Die Motorradfreunde warten darauf, dass sie mit ihren Motorrädern auf Tour gehen können. So auch die Mitglieder des Vereins Motorradsportfreunde Sauerland im ADAC (MSF).

Sie treffen sich nicht am Wochenende, um gemeinsam schöne Landschaften zu durchfahren. „Wir sind auf den Rennstrecken in Deutschland sowie in den angrenzenden europäischen Ländern unterwegs“, so der Bruchhausener Ralf Risse, Vorsitzender des MSF. Dort übernehmen die Mitglieder als Rennleitung die Organisation der Veranstaltung. Das sind die „Internationale Deutsche Meisterschaft Sauerlandpreis“, „German Speedweek“, „1000 Berge Trophy“ in der Motorsportarena Oschersleben sowie die „Sauerländische“ am Nürburgring.

„Wir haben nicht nur aktive Rennfahrer im Verein, sondern auch Mitglieder, die Spaß am Motorrad-Rennsport haben“, betont der Neheimer Ottmar Bange, MSF-Kassierer. Der 62-jährige ist Motorrad-Referent beim ADAC Dortmund (Motorradsport in Westfalen) sowie Obmann im Deutschen Motorradsportbund der Motorrad-Sportwarte und war aktiver Rennsportler. Er hat am 1. Februar 1986 mit einigen Motorradsportverrückten den heute fast 250 Mitgliedern starken MSF Sauerland in Sundern-Hachen gegründet.

Tragischer Unfall

„Der tödliche Unfall meines Co-Fahrers beim 24-Stundenrennen in Barcelona, war der Grund zur Gründung des Vereins“, so Bange. Er hat die Überführung nach Deutschland organisiert und es stellte sich heraus, dass alle Kosten von den Angehörigen übernommen werden mussten. „Wären wir Mitglied in einem Verein im Dachverband des Landesportbundes gewesen, hätte dieser die Kosten übernommen“, so der Rennleiter und Inhaber einer Rennleiter-Superlizenz. Diese besitzen nur zwei Leute in Deutschland, Bange ist einer davon. Sie muss jedes Jahr in Genf (Schweiz) um ein Jahr verlängert werden. Hieran sieht man, dass der MSF ein hohes personelles Knowhow besitzt.

Die MSF-Helfer sind weiterhin auf den Rennstrecken bei der Moto GP, GT Master, 1000 Kilometer in Hockenheim, Most (CZ), Sachsenring, Dijon (F) oder „SuperCross“ dabei. Die erste Veranstaltung des MSF war 1989 auf dem Flughafen Voßwinkel/Echthausen. „Es war gut, dass es geregnet hat. Sonst hätte die Zuschaueranzahl die Veranstaltung gesprengt“, meint Bange. Nach dieser Veranstaltung war das Team der Meinung, gut organisieren zu können und hat sich als Veranstalter angeboten.

Aktiver Club

Heute gehört der Verein zu den aktivsten Clubs im ADAC Westfalen. Sie kümmern sich um die sportliche Leitung oder den Ablauf eines gesamten Rennens. Bei Deutschen Meisterschaften sind sie mit 30 und bei WM-Läufen mit 120 Mitgliedern am Start. „Wir sind schon manchmal eine Woche unterwegs. Übernachtet wird in Wohnmobilen, Wohnwagen, Zelten oder im Auto“, so Risse. Ein Highlight war 2008. F1-Rennfahrer Michael Schumacher machte sein erstes Motorrad-Rennen bei der „1000 Berge Trophy“ vom 3. bis 5. Mai 2008 in Oschersleben.

„Wir haben seine erste Motorrad-Rennlizenz vom 27. Februar 2008 als Kopie sowie sein Nennformular“, freut sich Bange. Er betont heute noch: „Michael war ein Könner. Beim Training fuhr in seiner ersten Runde 1:39 Minuten. Am Abend schon 1:32. Die deutsche Spitze fährt sie in 1:30. Das war Mega.“ So erleben die aktiven Mitglieder und Helfer fast alle Größen des Rennsports. „Wir müssen nicht aktiv auf den Rennstrecken fahren. Wir haben Spaß am Motorradsport und können sehr nah dabei sein. Wir sind da, wo kaum ein Zuschauer hinkommt. Tragen aber zusätzlich Verantwortung. Das machen wir sehr gerne“, betonen Risse und Bange.

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