Bürgermeisterwahl

Arnsberg sucht nach Wahl weiter einen neuen Bürgermeister

Wahlabend im Arnsberger Rathaus in Neheim

Foto: Ted Jones

Wahlabend im Arnsberger Rathaus in Neheim Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Die Arnsberger Bürgermeisterwahl geht nach einem Unentschieden in die Verlängerung. Zwei Kandidaten lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Entscheidung ist vertagt: Bei der Arnsberger Bürgermeisterwahl am Sonntag wurde wie von vielen erwartet noch kein Sieger gefunden. Der von der CDU und Bündnis 90/Grüne nominierte Peter Erb setzte sich lediglich mit einem Vorsprung von 129 Stimmen vor dem SPD-Mann Ralf Bittner durch. Mit 46,77 und 46,24 Prozent reichte es für beide Kandidaten nicht für die absolute Mehrheit. Wer neuer Bürgermeister der Stadt Arnsberg wird entscheidet sich nun erst bei der Stichwahl am 18. Februar.

Kleine Rolle für die „Kleinen“

Dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen muss, lag aber weniger wie zuvor angenommen an einem starken Abschneiden von Emilio Peluso (AfD) oder Reinhard Wilhelm (Familienpartei), sondern an der absoluten Ausgeglichenheit der beiden Favoriten in der Wählergunst.

Die „Kleinen“ spielten tatsächlich nur eine kleine Rolle. Zumindest der AfD war mehr zugetraut worden als 4,22 Prozent, Es reichte aber, um Reinhard Wilhelm mit 2,76 Prozent auf Platz vier zu verweisen. Jetzt aber spricht sich die AfD sogar öffentlich für Ralf Bittner aus und betont immer wieder, Erb als schwarz-grünen Kandidaten verhindern zu wollen.

Unterschiede herausarbeiten

Ehe die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen im sich stark füllenden Foyer des Rathauses in Neheim auf Bildschirme und Wände projeziert wurden, war CDU-Stadtverbandsvorsitzender Klaus Büenfeld enorm aufgeregt. „Zuletzt war es Peter Erb der uns beruhigen musste“, gab Büenfeld zu. Nachher sagte er, dass man „sich das Ergebnis anders gewünscht, aber ein bisschen erahnt habe“. Die CDU müsse jetzt ganz schnell „aus dem Quark kommen“.

Der junge SPD-Stadtverbandsvorsitzende Tobias Krätzig zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Jetzt können wir die Unterschiede von Bittner zu Erb noch einmal herausarbeiten“, sagte er, „und dann am Ende mit 50 Prozent plus einer Stimme oder mehr da stehen“.

Applaus für die Kandidaten

Alle vier Kandidaten waren persönlich ins Rathaus gekommen. Applaus von CDU und Grüne brandete auf, als er als knapper Sieger des ersten Wahlganges feststand. Den erhielt auch Ralf Bittner von seinen Genossen, als er etwas später ins Rathaus kam und sich dem Interviewmarathon der Medien stellte.

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