Austausch

Arnsberg sendet ein klares Signal an seine Partnerstädte

Die polnische Kleinstadt Olesno

Foto: Privat

Die polnische Kleinstadt Olesno Foto: Privat

Arnsberg.   Arnsbergs Bürgermeister betont die Bedeutung der Städtepartnerschaften. Viele Vereine haben allerdings Nachwuchssorgen.

Partnerschaften mit verschiedenen europäischen Städten pflegt Arnsberg bereits seit Jahren – Bürgermeister Ralf Paul Bittner hat deren Bedeutung jetzt mit einem Besuch im polnischen Olesno bekräftigt.

Auf Einladung des dortigen Bürgermeisters Sylwester Lewicki nahm Bittner gemeinsam mit einer Delegation um den stellvertretenden Bürgermeister Ewald Hille und die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin Erika Hahnwald, die sich seit vielen Jahren für die Städtepartnerschaft einsetzt, an der feierlichen Eröffnung der Olesno-Tage teil.

Städtische Zusammenarbeit

In seiner Rede betonte Bittner, dass man zu Recht stolz sein könne auf die gewachsene und erfolgreiche Partnerschaft zwischen Arnsberg und Olesno. Eine deutsch-polnische Freundschaft im besten Sinne. „Neben dem Austausch und den Begegnungen ist auch der Austausch auf kommunaler Ebene, der fachliche Austausch wie beispielsweise im Bereich Wirtschaftsförderung oder Klimaschutz, wichtig“, betonte er.

Fünf weitere Partnerstädte hat Arnsberg – die Verbindungen will Bittner weiter aufrecht erhalten. „Städtepartnerschaften gewinnen in politisch unruhigen Zeiten an Bedeutung“, so Bittner. „Deshalb freue ich mich, mit bestehenden Partnerstädten und auch neuen Kommunen in konkreten Projekten inhaltlich zusammenzuarbeiten“.

Im Rahmen eines europäischen Verbundprojektes sei beispielsweise mit Alba Iulia eine Zusammenarbeit in Sachen Klimaschutz geplant und über Nachhaltigkeit fänden Gespräche mit Vertretern aus Warren, Minnesota statt. Ein generationsübergreifender Dialog mit den Partnerstädten Alba Iulia (Rumänien) und Olesno (Polen) befinde sich ebenfalls in der Vorbereitung.

Es fehlt an jungen Leuten

Auf Ebene der bürgerschaftlichen Begegnung hingegen haben die Städtepartnerschaften mit Problemen zu kämpfen, die viele Vereine betreffen: Es fehlt schlicht an jungen Mitgliedern. So auch bei der ältesten Partnerschaft mit Bexley. „Es finden sich auf beiden Seiten nur schwer junge Leute, die bereit sind, die Partnerschaft aktiv weiterzuführen“, erklärt Michael Jäink, Geschäftsführer der Partnerschaftsvereinigung, die bereits seit 1971 existiert. „Es wäre schade, wenn sie einschläft, weil sich keine Leute finden.“ Junge Mitglieder seien deshalb jederzeit willkommen.

Einmal im Jahr besuchen sich interessierte Bürger aus beiden Städten gegenseitig, jeweils im Wechsel. Zum kommenden Pfingstfest steht die nächste Fahrt nach Großbritannien an. Wenn die Bande zwischen den Bürgern stark genug seien, meint Jäink, überstünden sie auch politisch wechselhafte Zeiten. „Der Partnerschaft wird der Brexit keinen Abbruch tun“, ist er überzeugt.

Verbindungen nach Sizilien

Ein reges Vereinsleben gibt es zum Beispiel auch noch im Förderverein Caltagirone-Arnsberg, der wie berichtet aktuell seinen „sizilianischen Tag am Strand von Neheim“ plant. Stattfinden wird die kulinarisch-musikalische Veranstaltung am 1. September im Neheimer Freibad.

Die Mitglieder des Vereins bemühen sich außerdem derzeit darum, auch auf wirtschaftlicher Ebene Verbindungen zwischen Caltagirone und Arnsberg aufzubauen und junge Menschen aus Sizilien für eine Ausbildung im Sauerland zu begeistern.

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