Parken

Arnsberg: Diskussion über Parkplätze in der Altstadt

„Mobile Bäume“ sollen das wilde Parken in der Arnsberger Altstadt verhindern. Die Stadt nutzt sie am Steinweg und am Alten Markt.

„Mobile Bäume“ sollen das wilde Parken in der Arnsberger Altstadt verhindern. Die Stadt nutzt sie am Steinweg und am Alten Markt.

Foto: Katrin Clemens

Arnsberg.  „Mobile Bäume“ als Parkregler in der Arnsberger Altstadt lösen unterschiedliche Reaktionen aus. Einen Wunsch aber haben viele Bürger.

Bäume in bunten Kübeln sollen als vorläufige Maßnahme das Parkchaos in der Arnsberger Altstadt regulieren. Am Steinweg und am Alten Markt hat die Stadt sie Anfang Dezember aufstellen lassen, um „wildes Parken“ zu verhindern. Denn Parkplatze gibt es entlang der Einbahnstraße nur an einer Seite, auf der anderen wurden Fahrzeuge in der Vergangenheit oft unerlaubt abgestellt.

Vorschlag einer „Brötchentaste“

Das ungeregelte Parken hat auch Marion Riggelsen gestört. Allerdings wünscht sich die Inhaberin des Fotoshops am Steinweg eine andere Strategie als die der Stadt. „Unserer Meinung nach wäre es sinnvoll, auf beiden Seiten Parkplätze zu kennzeichnen“, sagt sie.

In ihrem Laden spüre sie eine rückläufige Kundenfrequenz seit der Maßnahme und auch für Lieferanten sei die Situation erschwert. „Meiner Ansicht nach muss das Parkraumkonzept für die Altstadt komplett überdacht werden, um die wenigen Einzelhändler zu unterstützen, die es hier noch gibt.“ Dazu schlägt sie zum Beispiel die Einführung der sogenannten „Brötchentaste“ vor.

Eine klare Regelung und ein Parkleitsystem wünscht sich auch Einzelhändler Christian Prange, der ein Schuhgeschäft am Steinweg betreibt. Bisher sei es aus seiner Erfahrung vor allem für Auswärtige nicht klar ersichtlich gewesen, wo parken erlaubt sei und wo nicht. „Für uns ist es dabei grundsätzlich wichtig, dass wir anfahrbar bleiben und ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen“, sagt er. „Natürlich darf nicht alles zugeparkt werden und es braucht eine klare Regelung.“

Wie die Regelung aussehen soll, dazu gibt es in Arnsberg weiterhin verschiedene Meinungen. Der Wunsch nach einer deutlicheren Beschilderung beziehungsweise Gestaltung ist allerdings auf beiden Seiten vertreten. „Wir hatten jahrelang verschiedene Regelungen, es muss eine klare Linie und ein Gesamtkonzept her“, sagt Bürgermeister Ralf Paul Bittner.

Weitere Kontrollen angekündigt

Die bestehenden Regelungen würden dann allerdings auch konsequent verfolgt, kündigt er an. Verstärkte Kontrollen hatte es bereits in den vergangenen Wochen gegeben. „Wir müssen die Balance finden zwischen den täglichen Bedürfnissen, dem Einzelhandel und der Aufenthaltsqualität in der Altstadt“, so Bittner.

Es könne zum Beispiel nicht sein, dass der gesamte alte Markt zugeparkt werde, wie in der Vergangenheit geschehen. Zusätzlich verweist er darauf, dass die Altstadtgarage an Sonntagen, an denen der Steinweg eine temporäre Fußgängerzone ist, kostenlos genutzt werden kann.

Kontrollen regt Einzelhändler Prange in anderer Hinsicht an: „Wir reden viel über das Parken, aber nicht über das Fahren – dabei fährt hier kaum jemand Schritttempo.“ Das halte er für gefährlich und auch nicht zuträglich für die Aufenthaltsqualität in der Altstadt.

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