Eltern machen Druck

355 Unterschriften für Anbau an Pius-Kita in Arnsberg

Kirchenvorstandmitglied Stefan Kempen (Fünfter von links)  übergibt  Bürgermeister Ralf Paul Bittner (Vierter von Links) 355 Unterschriften von Bürgern, die sich für den Anbau an der Kita St. Pius einsetzen. Mit im Bild von links: Christina Friedrich (Elternratsmitglied), Ingrid Gillert (Kita-Beauftragte der Kirchengemeinde), Sabine Janßen (Elternratsmitglied, Katrin Schrautzer (Mitarbeiterin Kita St. Pius), Michaela Lohmann (Leiterin Kita St. Pius), Cornelia Thiel-Kodalle (Stadt Arnsberg, Fachdienst Kitas) und Brigitte Weimer (kath. Kita GmbH).

Kirchenvorstandmitglied Stefan Kempen (Fünfter von links) übergibt Bürgermeister Ralf Paul Bittner (Vierter von Links) 355 Unterschriften von Bürgern, die sich für den Anbau an der Kita St. Pius einsetzen. Mit im Bild von links: Christina Friedrich (Elternratsmitglied), Ingrid Gillert (Kita-Beauftragte der Kirchengemeinde), Sabine Janßen (Elternratsmitglied, Katrin Schrautzer (Mitarbeiterin Kita St. Pius), Michaela Lohmann (Leiterin Kita St. Pius), Cornelia Thiel-Kodalle (Stadt Arnsberg, Fachdienst Kitas) und Brigitte Weimer (kath. Kita GmbH).

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.  Mit 355 Unterschriften untermauern Eltern, Piusgemeinde und Kita-Leitung ihre Forderung nach einem Anbau an der Kita St. Pius in Arnsberg.

Besorgte Eltern von Kindern aus dem Kindergarten St. Pius haben jetzt zusammen mit der Kita-Leiterin und Vertretern der Kirchengemeinde eine von 355 Bürgern unterschriebene Forderung an Bürgermeister Ralf Paul Bittner übergeben. Die Unterzeichner fordern einen Anbau am Kindergarten St. Pius, damit zusätzliche Kita-Plätze wohnortnah geschaffen werden können. Im Kindergartenjahr 2019 wurde 48 Kindern eine Absage erteilt, wovon 24 Kinder direkt auf eine Warteliste übernommen wurden.

Ob tatsächlich am Pius-Kindergarten ein Anbau entsteht, steht noch nicht fest, aber die Chancen dafür steigen. Nachdem anfänglich mit Baukosten von 1,5 Millionen Euro und einem Landeszuchuss von 900.000 Euro kalkuliert worden war, ergab sich eine Finanzierungslücke von 600.000 Euro, für die die Nothaushaltskommune Stadt Arnsberg hätte aufkommen sollen. Mittlerweile hat die Pius-Gemeinde die Kosten neu kalkuliert. „Demnach müsste die Stadt Arnsberg nur noch etwa 330.000 Euro zuschießen“, so Kirchenvorstandsmitglied Stefan Kempen . Ob der Rat der Stadt Arnsberg in seiner Sitzung am 9. Oktober 2019 dazu bereit ist, bleibt aber abzuwarten. Die Kommunalpolitiker werden sich hierzu in den Ausschusssitzungen, die der Ratssitzung vorangehen, noch positionieren.

Zuschuss-Deckelung

Die Stadtverwaltung will den Zuschuss für den Pius-Kita-Anbau auf maximal 200.000 Euro begrenzen und ihn in dieser Maximalhöhe gleich hoch halten wie den Zuschuss für den Neubau des Martin-Luther-Kindergartens. Kommunalpolitiker könnten sich diesem Vorschlag anschließen, aber auch mehr Geld bewilligen, wobei dann Politiker üblicherweise gegenüber der Verwaltung Finanzierungswege aufzuzeigen hätten. Wahrscheinlicher ist aber, dass in Gesprächen zwischen Pius-Gemeinde als Teil der Pfarrei St. Laurentius einerseits und Stadtverwaltung andererseits nochmals spitz gerechnet wird, um sich ggf. einander anzunähern.

Kein Zuschuss aus Paderborn

Auf einen Zuschuss aus Paderborn kann die Piusgemeinde nicht hoffen. „Paderborn investiert bistumsweit nur in bestehende Kita-Räumlichkeiten (Renovierungen), aber nicht in die Schaffung gänzlich neuer Räume“, so Brigitte Weimer von der Katholischen Kita GmbH Hochsauerland-Waldeck. Eltern aus dem direkten Einzugsgebiet der Pius-Kita befürchten, dass sie ihr Kind in eine Kita nach Rumbeck bringen müssten, wenn der Anbau an der Pius-Kita nicht realisiert werden sollte. „Die Kinder sollen aber in ihrem sozialen Umfeld aufwachsen“, betont Ingrid Gillert, Kita-Beauftragte des Kirchenvorstands.

Bürgermeister Bittner betonte, dass alle drei Vorhaben - Neubau Martin-Luther-Kindergarten, Neubau einer Kita in Rumbeck und Kita-Anbau in St. Pius - realisiert werden können. Keines der drei Vorhaben schließe ein anderes aus. Da der Kita-Neubau in Rumbeck durch einen Investor errichtet werden soll, der an den noch zu findenden Träger die Räume vermieten soll, entstehen für die Stadt für den Kita-Neubau in Rumbeck keine Baukosten.

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