Umweltbewusstsein

350 Neheimer Gymnasiasten setzen mit Fahrrad ein Zeichen

Rund 350 Schülerinnen und Schüler des SUG kamen am Dienstagmorgen mit dem Fahrrad zur Schule. Foto: Thomas Nitsche

Rund 350 Schülerinnen und Schüler des SUG kamen am Dienstagmorgen mit dem Fahrrad zur Schule. Foto: Thomas Nitsche

Foto: Thomas Nitsche / WP

Neheim.  Rund 350 Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums kamen am Dienstagmorgen mit dem Fahrrad zum Unterricht und setzten ein Zeichen für Umweltbewusstsein.

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„Wir wollten mit dem Tag der 500 Fahrräder ein weiteres Zeichen setzen, dass wir es mit den Friday for Future-Demos ernst meinen“, erläutert Sina Braukmann von der Schülervertretung des St. Ursula Gymnasiums in Neheim.

„Es soll nicht heißen, die schwänzen nur die Schule und machen am Ende nichts“, so die SV-Vertreterin. Die Schülervertretung des Gymnasiums hatte alle Schülerinnen und Schüler aufgerufen, am Dienstag mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Rund 350 Pennäler setzten dies in die Tat um und radelten an diesem Morgen zur Schule.

„Das frühe Aufstehen war nicht so gut, aber ich habe die Aktion trotzdem gerne unterstützt“, meint Charlotte Hornkamp. Sie hatte mit ihrer Schulkameradin Eva Ersel, die aus Echthausen kommt, die weiteste Anreise. Beide kamen aus der Nachbargemeinde Wickede an der Ruhr. Auf dem Weg zur Schule holte Charlotte ihre Freundin in Echthausen ab, und gemeinsam ging es auf dem Ruhrtalradweg zur Schule. Sie brauchte für die rund 15 Kilometer gut eine Stunde.

Emilia von Ketteler und ihre Austauschschülerin Melinda Bohcsi aus Ungarn kamen sogar mit dem Tandem angefahren.

Zehn Kilometer in 20 Minuten

Mit Schulsekretärin Elke Böhm waren die beiden aus Voßwinkel die ersten drei Radlerinnen, die an diesem Morgen an der Schule ankamen. Für die knapp zehn Kilometer brauchten die Schülerinnen nur 20 Minuten. „Melinda hat durch das Voltigieren Kraft in den Beinen und deswegen sind wir so schnell gewesen“, schmunzelte die Voßwinkelerin auf dem Schulhof. „Aber uns hat das Spaß gemacht und wir werden jetzt öfters mit dem Rad zur Schule fahren“, so von Ketteler. Das Tandem hatten ihre Eltern zur Hochzeit geschenkt bekommen. Von der Aktion hatte Emilia am Montag in der Schule erfahren und sich schnell dazu entschlossen, diese Aktivität zu unterstützen.

Sina Braukmann, Nina Luckey, Simon Nordhoff und Dennis Lopes da Silva gehören der Schülervertretung an und sind am Montag durch die Klassen gegangen, um alle Schülerinnen und Schüler über die geplante Fahrrad-Aktion zu informieren. Die Idee entstand gemeinsam mit Lehrer Uwe Bischoff. Sasha Hacker und Uta Borg-Olivier (SV Lehrer) haben den 500 Fahrräder-Tag tatkräftig mit unterstützt. „Bei den 5. Und 6. Klassen haben leider nicht ganz so viele mitgemacht. Viele Eltern hatten Angst, ihre Kinder mit dem Rad zu Schule zu schicken, weil viel befahrende Straßen zum Schulweg gehörten“, ergänzte Sina Braukmann.

Heißgetränke aus Spezialbecher

Demnächst soll es für die Schüler nichts besonderes sein, mit dem Rad zur Schule zu kommen“, erklärt Sina Braukmann den Beitrag zum Umweltschutz. Bei der Fahrradaktion soll es allerdings nicht bleiben. Die Schülervertretung will weitere Projekte umsetzen. Wie Sina Braukmann mitteilte, hat sich die SV Ziele gesetzt, was an der eigenen Schule verändert werden kann. Ein weiteres Vorhaben steht kurz vor der Umsetzung. In der Schule soll ein Automat für Heißgetränke installiert werden.

„Alle Schüler und Lehrer können sie hier bedienen. Wir werden nur darauf achten, dass kein Plastikmüll entsteht“, so die Schülervertretung. Die typischen „Coffee To Go Becher“ aus Plastik soll es am St. Ursula Gymnasium nicht geben.

Mit Hilfe eines Sponsors konnten Becher gekauft werden, die immer wieder verwendet werden können. Auf den Mehrwegbechern ist das Logo der Schule gedruckt. Im ersten Zuge wurden 96 dieser Mehrwegbecher geordert.

Die Verantwortlichen hoffen, dass die Gefäße gut ankommen und demnächst neue bestellt werden können. Zum Selbstkostenpreis werden die Becher in Kürze in der Schule zu kaufen sein. Die Heißgetränke aus dem Automaten können in diese Becher gefüllt werden. Die Schule nimmt das Thema Umweltschutz sehr ernst. Jedes Jahr findet ein Projekttag mit einem bestimmten Thema statt. Schon in diesem Schuljahr hat sich die Schule mit dem Thema Müllvermeidung beschäftigt

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