Tourismus

Vom alten Willinger Lagunenbad bleibt nicht viel übrig

Auf der Lagunenbad-Baustelle ist noch nicht viel Neues entstanden, Betriebskommission und Gemeindevorstand haben aber hinter den Kulissen viel zu tun.

Auf der Lagunenbad-Baustelle ist noch nicht viel Neues entstanden, Betriebskommission und Gemeindevorstand haben aber hinter den Kulissen viel zu tun.

Foto: Wilhelm Figge / wlz

Willingen.  Vom alten Lagunenbad in Willingen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Was erneuert werden muss und wann das Bad voraussichtlich wieder öffnet.

Höchstens ein Viertel des alten Willinger Lagunenbads ist erhalten geblieben, schätzte Bürgermeister Thomas Trachte vor einer Sitzung von Betriebskommission und Gemeindevorstand: „Was an Bausubstanz nicht mehr zu gebrauchen war, haben wir abgerissen, und den Rest erhalten.“

Alte Substanz war abgenutzt

Auch wenn damit im Augenblick nicht viel mehr übrig bleibe als ein Loch im Boden, so Trachte. Die alte Substanz sei abgenutzt gewesen. Der ursprüngliche Plan, zumindest einen Teil des Bades früher zu öffnen, ließe sich nicht realisieren, bestätigte er. Selbst wenn der erste Bauabschnitt funktionstüchtig sei, liege er in einer Großbaustelle: „Wir glauben nicht, dass wir Besuchern damit einen Gefallen tun.“ Vorgesehen sei, alles zusammen Ende 2021 oder Anfang 2022 zu eröffnen – was „ehrgeizig“ sei, wie er einräumte.

Keller komplett entkernt

Im ersten Bauabschnitt, der im rechten Gebäudeteil bei den Saunen liegt, stehen etwa noch der große Whirlpool aus Bruchstein und das bis auf den Beton abgetragene Becken. Das Kellergeschoss wurde entkernt – in dieser Gebäudehälfte ist es anders als im zweiten Abschnitt zu retten, erklärte Architekt Andreas F. Bremer. Dieser liegt um das Solebad – wobei künftig alle Wasserflächen gesalzen werden sollen. Der Komplex wird zugunsten von Freifläche und Außenbecken von der Straße weg verlagert, fasste Bremer die Pläne zusammen.

Gastronomie kommt ins Obergeschoss

Im Obergeschoss sind die Gastronomie, eine Außenterrasse und eine Spange zum Besucherzentrum geplant. Jüngst wurde der Auftrag für die Bodenplatte des zweiten Bauabschnitts vergeben, erläuterte Trachte. Ein wesentlicher Teil der restlichen Ausschreibungen werde derzeit vorbereitet. Bremer fügte ein, dass bislang alle Gewerke im Kostenrahmen geblieben seien – bis auf die Dachabdichtung, die deshalb in mehrere Aufträge getrennt wieder auf den Markt geschickt werde.

Bei der Sitzung von Betriebskommission und Gemeindevorstand stand das innenarchitektonische Konzept auf der Tagesordnung: „Wir wollen versuchen, dass Thema Karibik zu interpretieren“, kündigte Trachte an. Nachbauen ließe sie sich nicht, aber mit etwas Aufwand solle das Flair festgehalten werden.

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