Bienen

Schulung für Imker: Bienen sicher durch den Winter bringen

Der Kreisimkerverein Brilon und der Imkerverein aus Marsberg veranstalten im September eine Schulung für Imkerneulinge. In Westfalen-Lippe waren vergangenes Jahr 54 324 Bienenvölker registriert (Symbolbild).

Der Kreisimkerverein Brilon und der Imkerverein aus Marsberg veranstalten im September eine Schulung für Imkerneulinge. In Westfalen-Lippe waren vergangenes Jahr 54 324 Bienenvölker registriert (Symbolbild).

Foto: Lisa Ducret/dpa

Essentho.   Bei einer Schulung vom Kreisimkerverein Brilon und dem Imkerverein aus Marsberg lernen Neu-Imker, wie sie ihre Bienen durch den Winter bringen.

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Eine Schulung für Imkerneulinge haben der Kreisimkerverein Brilon und der Imkerverein aus Marsberg organisiert. Das Thema am Freitag, 14. September, ab 15 Uhr: „Meine Bienen sicher durch den Winter bringen.“ Dazu gehören Herbsteinfütterung und die erforderlichen Gesundheitsmaßnahmen. Interessierte und Teilnehmer werden von Dr. Pia Aumeier durch den Schulungskurs in der Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen an der Essenthoer Mühle geführt.

30 Neu-Imker aus dem Kreis- und Stadtgebiet sind angemeldet

Der Kurs ist Teil einer Schulungsreihe. Monatlich treffen sich die teilnehmenden Imkerneulinge zu Schulungsabenden und Übungen rund um die praktische Bienenhaltung. Sie arbeiten dabei direkt an den Bienenvölkern der Referenten. So erfahren die Interessierten alles über Bienen, deren Leben und Haltung sowie die in einer Imkerei erforderlichen Arbeiten im Jahresverlauf.

Fest angemeldet haben sich zu dieser Schulungs- und Ausbildungsreihe über 30 Neu-Imker aus dem Kreis- und Stadtgebiet, aber auch einige aus dem Kreis Paderborn sowie dem Waldeckschen. „Es steigt das Bewusstsein, etwas für die Umwelt tun zu wollen“, so der Vorsitzende des Kreisimkervereins Brilon Klaus Stute aus Essentho. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Marsberger Imker, Andreas Gievers, konnte für die praktischen Nachmittage Dr. Pia Aumeier von der Ruhr-Universität in Bochum als Referentin gewonnen werden.

Imker Klaus Stute vom Kreisimkerverein Brilon. Foto: Privat Neue Imker in Westfalen-Lippe

In Westfalen-Lippe waren im Vorjahr 8622 Imker registriert, die 54 324 Bienenvölker betreuen. Das besagt die noch gültige Hebeliste des zuständigen Landesverbandes.

Susann Callensee als Geschäftsführerin verrät die neuesten, noch nicht offiziell veröffentlichen Zahlen. Danach zählt der Landesverband Westfalen-Lippe Ende Juli dieses Jahres sogar 9052 Mitglieder. Dieser Trend sei aktuell bundesweit zu beobachten.

In Westfalen-Lippe sind 2016 rund 1000 und im Vorjahr rund 900 neue Imker als Mitglieder hinzugekommen, so die beiden Marsberger Imker-Vorsitzenden.

Über Krankheiten aufklären

Aufgrund des positiven Mitgliedertrends war die Schulungsreihe schnell ausgebucht. Dabei ist dieses Hobby keineswegs nur Männersache, wie man vermuten könnte. Es sind auch viele Frauen dabei. „Wichtig ist aber grundsätzlich, dass die Menschen auch ein Mindestmaß an Qualifikation in der Imkerei erreichen müssen“, betonen die Organisatoren. Denn: Es gibt eine hohe Dunkelziffer nicht organisierter und geschulter Bienenhalter.

Diese müssten zum Beispiel wissen, wie wichtig es ist, die Bienenvölker vor Krankheiten wie der Faulbrut zu schützen. Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Brutkrankheit der Honigbienen. Sie ist höchst ansteckend und gefährlich – auch für die Völker der anderen Imker. Gleichwohl betonen die heimischen Imker, dass sie sich darüber freuen würden, dass ihr Hobby wieder so im Trend liegt.

Interesse schon bei den Kleinsten

Dass sich die Imkerei gerade auch in den Städten durchaus lohnt, betont Klaus Stute: „In der Stadt blüht immer irgendetwas.“ Der Vorsitzende des Kreisimkervereins Brilon hält selbst rund 20 Völker. Er veranstaltet regelmäßig „Schnuppernachmittage für Kindergärten und Grundschule“ in seinem Garten. Ein hohes Interesse für die Natur und gerade auch für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge gebe es durchaus schon bei den Kleinsten, so Stute.

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