Junge Familien

Plantschvergnügen für Eltern mit Babys in Hoppecke

Wassergewöhnung und Badespaß stehen beim Babyschwimmen in Hoppecke im Vordergrund. Eltern und Kindern gefällt es sichtlich gut. Katja Voss

Wassergewöhnung und Badespaß stehen beim Babyschwimmen in Hoppecke im Vordergrund. Eltern und Kindern gefällt es sichtlich gut. Katja Voss

Foto: Katja Voss

Hoppecke.  „Wasserspaß für Säuglinge“ - unter diesem Motto bietet Physiotherapeutin Barbara Homrighausen einen Babyschwimm-Kurs im Hoppecker Schwimmbad an.

Kira und Niilo sind in ihrem Element: Die beiden sieben Monate alten Wonneproppen machen beim Kursus „Wasserspaß für Säuglinge“ im Hoppecker Schwimmbad mit.

Aber auch beim fröhlichen Plantschen gibt es mal Ärger. Auslöser ist der gelb-grüne Tom-und-Jerry-Ball: In der großen Begrüßungsrunde soll jedes Kind seinen Ball weiter ans nächste geben - da muss das ein oder andere Mal die Mama nachhelfen. Zum Glück gibt es schnell wieder Nachschub vom anderen Nachbarn. Hinter dem Spiel steckt ein Konzept: „So kommen die Babys in Bewegung und nehmen miteinander Kontakt auf“, erklärt Physiotherapeutin Barbara Homrighausen.

Eltern-Kind-Bindung wird gestärkt

Sie hat spezielle Kurse gemacht für die Förderung der kleinsten Wasserratten und sieht im Wasser schnell, wo sie helfen muss. „Meistens sind die Mamas ängstlicher als ihre Kinder“, sagt sie mit einem Lächeln. Letztendlich profitieren Groß und Klein von der gemeinsamen Aktivität - die Eltern-Kind-Bindung wird durch das positive Erlebnis und die Zeit zusammen gestärkt. Dazu kommt ein Vorteil für die Kleinen: „Schwimmen fördert die frühkindliche Entwicklung und es macht den Babys Spaß, weil im Wasser alles leichter ist.“

Muckelige 32 Grad herrschen im Schwimmbad - so kühlen die Babys nicht so schnell aus. Barabara Homrighausen dirigiert die Teilnehmer in Bikini, Badehose und Schwimmwindel durchs Becken: Es geht weiter mit den Bällen - diesmal landen sie ein Stück vor den Säuglingen. So sollen sie zum Paddeln anreget werden.

Strahlende Kinder

„Schiebt die Kinder nicht hinter dem Ball her, sondern wartet, bis sie sich bewegen“, ruft Homrighausen den Müttern und einem Vater zu. Seit 19 Jahren bietet sie Kurse für Säuglinge ab drei Monaten und dann einen weiteren für die Schwimmflügel-Fraktion ab zehn Monate an. „Es ist immer total schön. Die Kinder kommen rein und strahlen“, erzählt sie. „Oft lernt man die ganze Familie kennen - die Mütter kommen schon während der Schwangerschaft zur Aquafitness, dann mit ihrem Baby und oft auch noch mit dem zweiten oder dritten Kind.“

Auch Mutter Ira Grah ist erst mit ihrer Tochter und dann mit ihrem Söhnchen Niilo zum Kursus gekommen, weil es ihr und dem Nachwuchs so gut gefällt. Während der halbstündigen Einheit geht Barbara Homrighausen immer wieder durchs Becken und gibt den Eltern Tipps, wie sie das Baby besser festhalten oder zum Mitmachen motivieren können.

Muckelig warm

Der Spaß steht aber, wie der Kursname schon sagt, im Vordergrund: vom Becken ins Wasser hüpfen, über Mamas Kopf fliegen und eintauchen, wie im Karussell drehen und natürlich auch die Stange am Beckenrand ansabbern - all das lässt die Kinderaugen strahlen. Wenn doch nur das lästige Abtrocknen und Anziehen bei tropischen Temperaturen nicht wäre - aber ist das überstanden, kann friedlich vom nächsten Plantschen geträumt werden.

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