Kunst im Kump

Otto Waalkes und die Ottifantenherde ziehen aus Hallenberg weiter

So voll ist der Kump noch nie gewesen: 180 Gäste drinnen und noch viel mehr draußen. Die Ausstellung mit Bildern von Otto Waalkes erzielt einen Besucherrekord. Es wurden auch viele Bilder verkauft.

So voll ist der Kump noch nie gewesen: 180 Gäste drinnen und noch viel mehr draußen. Die Ausstellung mit Bildern von Otto Waalkes erzielt einen Besucherrekord. Es wurden auch viele Bilder verkauft.

Foto: WP

Hallenberg.   Otto Waalkes und seine Bilder haben dem Hallenberger Kump einen neuen Besucherrekord beschert. Weit über 1000 Gäste kamen, um die Ausstellung zu sehen.

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„Holeridhi!“ Otto hat ausgejodelt und die Ottifanten traben zurück nach Hamburg. Nur noch bis Sonntag sind die Bilder und Grafiken von Otto Waalkes im Hallenberger Kump zu sehen. Damit endet die bislang erfolgreichste Ausstellung in der guten Stube der Stadt.

Bereits am Eröffnungstag hatten mehr als 500 Besucher dem wohl bekanntesten Ostfriesen einen großen Empfang bereitet (wir berichteten). Die Gästeliste musste geschlossen werden; ein Security-Dienst wurde engagiert. Aber schlussendlich kam doch noch jeder zu seinem Selfie-Foto oder Autogramm. Danach pilgerten noch einmal mehr als 600 Gäste in den Kump - zum Teil von weit her. „Sogar aus Berlin und dem Rheinland sind Besucher extra nach Hallenberg gekommen, um die Bilder zu sehen“, freut sich Bürgermeister Michael Kronauge, der den Otto-Coup eingefädelt hatte. Einige Gäste hätten den Besuch der Ausstellung sogar mit einem Kurzurlaub in Hallenberg verbunden. Aber auch Otto selbst und die Galerie Walentowski - die u.a. auch mit Udo Lindenberg zusammenarbeitet - können zufrieden sein. Denn zahlreiche Drucke und auch Originale, die zum Teil um die 15 000 Euro kosten, sind verkauft worden.

Ausstellung läuft jetzt in Hamburg

Erst vorgestern wurde eine weitere Ausstellung mit 70 Bildern von Otto in der Hamburger „Europa-Passage“ eröffnet.

Dafür wurden in Hallenberg bereits einige Originale gegen Drucke ausgetauscht. „Der Empfang ist unglaublich herzlich und die Leute sind nicht nur an mir, sondern auch an meiner Kunst interessiert und sprechen mit mir darüber“, hatte Waalkes bei der Vernissage gesagt.

„Ich glaube, dass sich Otto hier sehr wohl gefühlt hat“, resümiert Bürgermeister Kronauge. Am Abend der Ausstellungseröffnung in Hallenberg hatten er und der Komiker noch lange zusammengesessen. Am nächsten Tag sei Otto in den Raum Marburg weiter gereist, um seinen Freund und Schauspielkollegen Martin Schneider zu besuchen. Der spielt im Otto-Kinofilm „7 Zwerge - Männer allein im Wald“ den Zwerg Speedy. „Wenn der mal in Hallenberg auftreten soll, stelle ich gerne den Kontakt her“, hatte Otto noch zum Abschied gesagt. Und schon zwei Tage später klingelte das Telefon im Hallenberger Rathaus: „Hier ist Martin Schneider. Otto sagt, ich sollte mich mal melden...“

Für kommendes Frühjahr ist ein Comedy-Abend mit Schneider geplant. Und auch Otto wird noch einmal in den Kump kommen - nicht als ausstellender Künstler, aber als Laudator für ein befreundetes Künstlerduo; ein Termin steht noch nicht fest. Es dauert noch ein paar Ottifantenrüssel-Längen...

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