Buchvorstellung

Bildband zum Briloner Stadtjubiläum zeigt Liebe zur Heimat

68 Bilder von 37 Fotografen sind in dem dritten Band zur 800-Jahr-Feier der Stadt Brilon veröffentlicht. Hier die Autoren mit Herausgeber Walter Podszun (6. von rechts vorne) und dem Redaktionsteam

68 Bilder von 37 Fotografen sind in dem dritten Band zur 800-Jahr-Feier der Stadt Brilon veröffentlicht. Hier die Autoren mit Herausgeber Walter Podszun (6. von rechts vorne) und dem Redaktionsteam

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon.  37 Fotografen gestalteten den dritten Band der Buchreihe zum 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Brilon. Er beinhaltet ganz persönliche Eindrücke.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Das Buch ist Bild gewordene Liebe zur Heimat.“ Punkt, Schluss und Ende des Berichts. Alles ist gesagt. Das stimmt zwar, aber das wäre dann doch zu wenig Würdigung dessen, was die 37 Fotografen und das Redaktionsteam mit dem dritten Band der Buchreihe zum anstehenden 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Brilon druckfrisch vorlegen.

Aber in der Tat: Treffender als Dr. Christoph Thüer, Historiker und Mitglied des Buch-Arbeitskreises, kann man den Bildband nicht beschreiben. Auf 140 Seiten führt das Buch den Betrachter zu bekannten und weniger bekannten Stellen der Stadt, vermittelt es vertraute und auch neue An- und Einsichten. Für letztere sorgen zu jedem Bild ausgesuchte kontemplative Aphorismen und Gedichte.

„Ein wunderbares Bürgerwerk“

Das Buch, so Dr. Thüer bei der Vorstellung des Buches im Kreise der Fotografen im Bürgersaal des Rathauses, reflektiere „Geschichte von unten“. Die Aufforderung, sich an der Fotoaktion zu beteiligen, habe Bürger und Besucher nicht dazu verleitet, die sicher bemerkenswert bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt - Dr. Thüer: „Beispiele geronnener Macht.“ - abzulichten, sondern ganz persönliche Eindrücke dessen festzuhalten, was „Anstelle eines Vorworts“ zum Heimat-Begriff definiert und assoziiert wurde: Heimat ist Adresse, Zukunft, Landschaft, Geschichte, Stimme, ein Wort - oder, wie es Johann Gottfried von Herder gesagt hat, „Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss“.

Lieblingsplätze - das sind weite Aussichten und stille Winkel am Borberg, am Ginsterkopf, am Gretenberg, im Aatal und an den Almequellen, das sind stimmungsvolle Bilder im abendlichen Gegenlicht, das ist das nächtliche Flirren bunter Lichter bei der Michaeliskirmes, das ist das Waldfreibad, in dem sich die beiden Urlauber aus den Niederlanden mit dem quietschgelben „Appelsientje“-Sonnenschirm fotografierten, das ist - natürlich - auch eine Theke (in diesem Fall die Rösenbecker Dorfkneipe) oder aber „Der Garten meiner Eltern“.

Fazit von Ute Hachmann, Leiterin der Stadtbücherei: „Ein wunderbares Bürgerwerk.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben