Kultur

Musik-Clowns eröffnen Saison des Kulturrings Marsberg

Maestro Gogol rutscht elegant vom Klavier herunter. Sein treuer Diener Mäx hat die Tasten erobert.

Maestro Gogol rutscht elegant vom Klavier herunter. Sein treuer Diener Mäx hat die Tasten erobert.

Foto: Annette Dülme

Marsberg.  Das Duo Gogol & Mäx bieten ihrem Publikum zur Eröffnung der Kulturring-Saison eine tolle Show aus Akrobatik, Musik, viel Humor und wenig Worten.

Ein unwiderstehlicher Mix aus klassischer Musik, Slapstick und erstaunlichen Zirkuseinlagen: Zwei Stunden bezauberte das Duo Gogol und Mäx die Zuschauer mit ihrem Programm „Concerto Humoroso“.

Damit war dem Kulturring Marsberg am Freitagabend ein toller Auftakt in die neue Spielsaison gelungen. Nur leider waren viele Sitzplätze im Theatersaal des Gymnasiums freigeblieben. Das trieb dem Kulturring-Vorstand mit Klaus Dropmann an der Spitze, schon einige enttäuschte Sorgenfalten auf die Stirn. Davon ließ er sich aber nicht die gute und erwartungsvolle Stimmung verderben. Er imd auch die rund 100 Zuschauer sollten nicht enttäuscht werden.

Dankesworte an den Vorstand des Kulturrings Marsberg, seine Helfer und Sponsoren

Bevor sich jedoch der Vorhang hob, richtete Bernd Dinkelmann, zweiter stellvertretende Bürgermeister, „ein großes Dankeschön an den Vorstand, Helfer und Sponsoren“, für ihren unermüdlichen und großen Einsatz rund um die kulturellen Veranstaltungen im Stadtgebiet.

Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegin Doris Witte und Irmingard Dusil stellte Klaus Dropmann die vielen Veranstaltungen quer durch das Jahr vor. Er empfahl dringendlich, sich jetzt schon Karten im Vorverkauf zu sichern, zum Beispiel für die Neujahrsgala am Freitag, 3. Januar. Diesmal wird es wieder eine Musical-Night mit Live-Musik und -Gesang geben.

Musik-Clowns überraschen mit Vielseitigkeit

Sodann betraten die beiden Musikclowns die Bühne. Maestro Gogol, alias Christoph Schelb, und sein treuen Diener Mäx (Max-Albert Müller) präsentierten ein „Concerto Humoroso“, das den Zuschauern schier den Atem verschlug. Dabei war die grundlegende Geschichte dahinter ganz einfach. Maestro Gogol, ein eitler Tastenlöwe alter Schule mit gegeltem Mittelscheitel und Frakspitzen, möchte das Publikum mit perfekten Intonationen diverser Klavier-Ohrwürmer der klassischen Musik beglücken, kündigt Mozart, Bach, Beethoven oder Chopin an, als Solo-Nummer wohlgemerkt, und muss sich dann den ganzen Abend der frechen Störungen seines Dieners Mäx erwehren. Der wirbelt mit langen grauen Haaren und überlangen Clown-Schuhen über die Bühne und tanzt dem Maestro mit seinen Störungen nicht nur auf der Nase, sondern auf dem Klavier herum. Denn er hat eigentlich nichts anderes im Sinn, als seinen Lieblingstitel „La Cucaracha“ zu spielen.

Gogol & Mäx beherrschen alle möglichen Musikinstrumente

Die beiden Musik-Clowns variieren dabei mit immer wieder neuen Ideen und mit etlichen Instrumenten, Almglocken, Trommeln, allen erdenklichen Blechblasinstrumenten bis zum Vibrafon und Alphorn, darunter einigen selbstgebauten und setzen sie auch alle ein.

Dabei bekommen die Zuschauer praktisch ein ununterbrochenes Klangfeuerwerk präsentiert, das auch durch die überraschenden Jonglage- oder Turneinlagen kaum abklingt. Gogol und Mäx kommen meist ohne Worte aus. Aber jeder versteht, was sie meinen, dank ihrer ausdruckstarken Mimik.

Das Publikum wird in das Vergnügen direkt einbezogen

So hat Mäx zum Beispiel Spaß dran, seinen Kompagnon, aber auch das Publikum zu veralbern. Besonders schön: Mäx wirft Gogol nacheinander einen Stapel mit Tellern zu. Der letzte geht vermeintlich mit voller Wucht ins Publikum, was einen Aufschrei provoziert. Natürlich wird niemand verletzt, denn es fliegen statt der Pozellanausgaben lediglich Papierteller. Mäx stellt sogleich mimisch nach, wie sich ein bereits weggenickter Zuschauer erst erschreckt und schließlich erleichtert zur Kenntnis nimmt, dass er außer Gefahr ist.

Am Schluss dürfte es niemanden überraschen, dass die beiden Künstler in 25 Jahren gemeinschaftlichen Tuns eine ganze Reihe renommierter Auszeichnungen bekommen haben und im Jahr ihres Silberjubiläums mit ihren Lieblingsszenen dieser Ära auf Tour sind.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben