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Model aus Brilon schafft es in französische Modezeitschrift

Alina Wittler aus Brilon ist durch Zufall an einen Modeljob gekommen - und gleich in einer französischen Zeitschrift erschienen.

Alina Wittler aus Brilon ist durch Zufall an einen Modeljob gekommen - und gleich in einer französischen Zeitschrift erschienen.

Foto: Vanessa Gebhardt / WP

Brilon.  Alina Wittler aus Brilon macht Bilder mit einer professionellen Fotografin. Dann wird ein Hochglanz-Magazin aus Frankreich auf sie aufmerksam.

Wie durch einen großen Zufall ist Alina Wittler an einen Model-Job gekommen – und gleich in der französischen Zeitschrift „MALVIE Magazine“ erschienen. Nicht ihr erster Model-Job, wie die Bielefelderin, aufgewachsen in Brilon , erzählt.

Alina Wittler sitzt in einem Restaurant in Bad Münstereifel. Sie ist zum Studieren in diese Stadt gekommen. Sie fällt auf, mit den langen roten Haaren, die sich über ihre Schultern locken. Auch Vanessa Gebhardt, einer jungen Fotografin, immer auf der Suche nach einem Model für ihre Bilder. Sie spricht Alina Wittler an. Erklärt ihr, dass sie ein Fotoshooting plant, Thema Fantasy.

Dass sie sich viel vorstellen könnte mit Alina, wegen der langen roten Haare. „Ich hatte Lust, also haben wir uns über Whatsapp verabredet.“

Shooting bei 35 Grad in prallender Hitze

Am Shooting-Tag wird sie in ein langes, violettes Kleid gesteckt und aufwendig geschminkt und frisiert. Dann muss sie zu der Heide laufen, wo fotografiert wird. Bei 35 Grad, in prallender Hitze. Drei bis vier Stunden dauert so ein Shooting. Manchmal darf sie auf der Kamera das Motiv anschauen. Keine 08-15-Bilder, wie sie sagt. Sondern etwas besonderes. „Danach hab ich erstmal gemerkt, wie anstrengend das war und wie erschöpft ich am Ende des Tages war. Mein Gesicht war total versteift von den Posen“, erzählt Alina Wittler. Trotzdem macht ihr das Shooting Spaß.

Es ist nicht ihr erstes. Schon mehrfach sei sie von Hobbyfotografen angesprochen worden, ob sie Lust habe, bei einem Shooting mitzumachen. „Viele machen das hobbymäßig, sprechen mich auf der Straße oder über die Sozialen Netze an.

Das sind dann keine richtigen Aufträge und ich bekomme auch kein Geld dafür, aber ich bekomme die Fotos und das Shooting umsonst. Und es macht mir einfach Spaß", ergänzt sie.

Oma zeigt Bilder

Vanessa Gebhardt fragt sie nach dem Shooting in der Heide, ob es okay sei, dass sie die Fotos als Angebote an verschiedene Magazine schickt. Alina Wittler willigt ein – und wird überrascht. Das Magazin „MALVIE Magazine“ aus Frankreich will die Fotos von Vanessa Gebhardt veröffentlichen.

„Das ist ein richtiges Hochglanz-Magazin, das unbekannte und junge Fotografen unterstützt.

Dass die Fotos veröffentlicht werden, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Umso mehr freut sie sich über das Ergebnis. Ein bisschen stolz ist sie auch – wenn auch noch lange nicht so stolz wie ihre Oma, die die Bilder direkt und ohne ihrer Enkelin davon zu erzählen, bei der WESTFALENPOST in Brilon abgibt. „Das meine Oma die Bilder so stolz zeigt, wusste ich gar nicht, aber das ist wirklich schön“, sagt sie.

Das Modeln beruflich zu verfolgen, kann sich Alina Wittler gut vorstellen. Sie hätte Lust auf größere Aufträge, allerdings ist sie mit 1,62 Metern Körpergröße für viele zu klein zum Modeln. „Ich habe bei Agenturen angefragt, aber die meisten nehmen erst Mädchen ab 1,70 Metern.“ Das Studium sorgt dafür, dass sie das Modeln aus den Gedanken verliert. „Ich hatte schlicht keine Zeit mehr.“ Jetzt arbeitet sie als Rechtspflegerin im gehobenen Beamtendienst am Landgericht Bielefeld. Allerdings: „Wenn ich noch einmal die Chance bekomme, dann packe ich sie am Schopf!“

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