Kirmes

Marsberger trotzen dem Wetter beim Allerheiligen-Markt

Trotz Regenwetter waren viele Schaulustige gekommen, um den historischen Umzug zum Allerheiligen-Markt  anzuschauen.

Trotz Regenwetter waren viele Schaulustige gekommen, um den historischen Umzug zum Allerheiligen-Markt  anzuschauen.

Foto: Annette Dülme

Marsberg.  Beim Allerheiligen-Markt gab es auch in diesem Jahr wieder einen historischen Umzug. Neben alten Bekannten gab es diesmal neue Gesichter zu sehen

Schönes Kirmeswetter sieht anders aus. Trotz des nassen Regenwetters ließen sich gestern Nachmittag weder die Besucher des Allerheiligenmarktes in Marsberg, die Veranstalter, Schausteller noch die Teilnehmer des historischen Umzuges die gute Laune verderben. Wenn doch, so ließen sie es sich zumindest nicht anmerken.

„Zum ersten Mal seit 21 Jahren haben wir zum historischen Umzug schlechtes Wetter“, schickte Michaela Schröder, Geschäftsführerin Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Marsberg, als Veranstalter bis kurz vor Beginn des Umzuges immer noch Stoßgebete gen Himmel. Vergebens.

Ansagen aus luftiger Höhe

Sodann ließ sie sich mit dem Hubwagen über die Köpfe der Kirmesbesucher fahren, um aus luftiger Höhe herunter das bunte Spektakel zu kommentieren. Diesmal stand als Co-Moderator David Wegener, Vorsitzender des Gewerbevereins Marsberg, neben ihr. Gemeinsam hießen sie die 25 Gruppen und rund 380 Teilnehmer in historischen Gewändern aus Traditionsvereinen aus Handwerk und Folklore aus den Ortsteilen und dem weiten Umkreis willkommen: „Heimat und Tradition gehören zusammen und deswegen pflegen wir sie,“ so Michaela Schröder am Mikrofon.

Mit Pauken und Trompeten

Mit Pauken und Trompeten und mit Fahnenschwenkern führten die Landsknechte Halver den Umzug an. Aufstellung hatte er an der Bürgerwiese genommen. Von dort zog er über die neue Diemelbrücke, den Weist entlang und über den Allerheiligenmarkt. Selbst Karl der Große hatte sich die Ehre gegeben und war vom Eresberg hinab in die Unterstadt gestiegen. Hinter ihm: die schöne Anneken von Brakel. Neun Mal huldigte sie bereits den Zuschauern.

Neue Gesichter beim Umzug

Schneeweißchen und Rosenrot hatten sich von der Deutschen Märchenstraße nach Marsberg begeben und das Witzenhäuser Kirschen-Königshaus ließ sich auch wieder bewundern. Ebenso die Mittelalterdamen im selbstgeschneiderten Sara-May-Design. Neu dabei war die Briloner Gewandschneiderei. Mit ihren selbstentworfenen und genähten Mittelaltergewändern laden sie schon jetzt ein zu den Hansetagen nächstes Jahr in Brilon.

Ganz unbeeindruckt ob des Regenwetters zeigten sich die schottenberockten Cansteiner Highlander mit ihren Clans. Das Besucherbergwerk Kilianstollen präsentierte das Leben der Bergleute und der Knappenverein „Glück auf“ Giershagen erinnerte an den Erzabbau in Giershagen. Das Rott der Schlachtschwertierer aus Horn-Bad Meinberg mit seinen 16 Langschwertern und Kettenhemden sind längst alte Bekannte im Umzug. Im Anschluss war die Musik der verschieden Gruppen noch über viele Ecken zu hören.

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