Polizei

Von Brücke geworfen – „Schock, als der Stein mein Auto traf“

Ein Stein, der von einer Brücke geschmissen wurde, traf die Windschutzscheibe des Wagens.

Ein Stein, der von einer Brücke geschmissen wurde, traf die Windschutzscheibe des Wagens.

Foto: Polizei

Winterberg.  Jugendliche werfen in Winterberg Steine von einer Brücke. Theo Steinrückens Auto wird getroffen. Er erzählt, wie er den Schreckmoment erlebte.

Theo Steinrücken fährt am Mittwoch um kurz vor Mitternacht mit einer Beifahrerin durch Winterberg über die B 236. Er ist auf dem Weg nach Hause. „Ganz plötzlich gab es einen riesigen Schlag. Das war schon gewaltig und ein ziemlicher Schock“, sagt er. Der Sauerländer tritt sofort auf die Bremse.

Ein Stein trifft die Windschutzscheibe seines Wagens. Nach Angaben der Polizei hatten mutmaßlich Jugendliche gegen 23.25 Uhr mehrere Schottersteine von der Fußgängerbrücke hinter dem Herrloh-Tunnel auf die Straße geschmissen – und den Wagen des 20-Jährigen Sauerländers getroffen. „Ich habe überhaupt nicht gesehen, dass jemand auf der Brücke stand, als ich dort her gefahren bin. Sie ist ja nicht beleuchtet“, sagt Theo Steinrücken.

Riss zieht sich durch die Scheibe mehrere Zentimeter nach unten

Ein Geschoss schlägt zentral am oberen Rand der Scheibe ein – auf Höhe des Rückspiegels. Ein Riss zieht sich durch die Scheibe mehrere Zentimeter nach unten. „Wir haben erst sehr viel später realisiert, was hätte passieren können durch diesen Irrsinn“, sagt der 20-Jährige und fraget sich: „Warum tut man so etwas?“ Zum Glück wird niemand durch den den Steinwurf verletzt.

Theo Steinrücken hält seinen BMW direkt nach dem Einschlag an. Er sieht noch wie zwei junge Menschen weglaufen. „Dann habe ich zwei Roller gesehen, die direkt dort abgestellt waren“, erzählt er. Der 20-Jährige greift zu seinem Handy, ruft die Polizei an und schildert den Fall.

Polizei nimmt Personalien auf und befragt die Tatverdächtigen

Als Theo Steinrücken auf die Beamten wartet, sieht er, wie mehrere Jugendliche aus der Dunkelheit auf sein Auto zugehen. Möglicherweise wollen sie die zurückgelassenen Motorroller holen. „Ich habe sie dann angesprochen“, erzählt Theo Steinrücken. „Sie haben herumgedruckst. Keiner wollte den Stein geworfen haben.“

Wenige Minuten später trifft die Polizei ein. Sie nimmt die Personalien auf und befragt die tatverdächtigen Jugendlichen. Es handelt sich um fünf 15- bis 20-Jährige aus Winterberg, Medebach und Schmallenberg. Nach der Befragung dürfen sie den Tatort verlassen. Die Polizei sichert noch Spuren vor Ort.

Theo Steinrücken und seine Bekannte setzen ihre Heimfahrt nach Wiemeringhausen fort. „Man kennt solche Vorfälle ja von Autobahnbrücken oder aus Großstädten. Dass einem hier in Winterberg so etwas passiert, damit hätte ich niemals gerechnet.“

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