Bürgerdialog

Frage an den Bürgermeister: „Wer pflegt den Olsberger Park?“

Schön ist der Kneipp-Erlebnispark geworden, der im nächsten Mai eröffnet wird. Bürger fragten den Bürgermeister, wer sich denn künftig um die Grünanlagen kümmere?

Schön ist der Kneipp-Erlebnispark geworden, der im nächsten Mai eröffnet wird. Bürger fragten den Bürgermeister, wer sich denn künftig um die Grünanlagen kümmere?

Foto: Joachim Aue / WP

Olsberg.  Auch Windkraft, mögliche Bauplätze und vieles anderes ging es bei „Bürger fragen – der Bürgermeister antwortet“ der Kolpingsfamilie im Pfarrheim.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Bürger fragen – der Bürgermeister antwortet“. Bei dieser alljährlich beliebten Veranstaltung der Olsberger Kolpingsfamilie im Pfarrheim, stellte sich Bürgermeister Wolfgang Fischer den Fragen der Mitglieder und auch der Bürger aus dem Stadtgebiet, zum Beispiel zur Windkraft? „Windräder gehören längst nicht überall hin“, nahm Fischer Stellung. Er konkretisierte: Allerdings könne man sie, nach Überarbeitung des Teilflächennutzungsplanes, bei Antfeld und auf dem Mannstein wohl kaum verhindern

Wie immer gab es bei diesem Dialog reichlich Informationen aus erster Hand, wie eben jene zur Windkraft. Fischer etwa zum neu eröffneten A-46-Teilstück: „Die Eröffnung des Weiterbaus der A 46 war ein ganz wichtiger Tag für die Region.“ Wirtschaft und der Tourismus profitierten, aber jetzt müsse eine Linienführung bis nach Brilon gefunden werden. Er favorisiere Variante 1, aber sie sei nicht leicht umzusetzen.

Der Bürgermeister warb schon jetzt bei den Bürgern dafür, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Es werde mit Sicherheit personelle Engpässe geben, da an diesem Tag in Olsberg Kreisschützenfest ist.

Den Haushalt 2020 aufzustellen, sei nicht leicht gewesen, so Fischer, dennoch könne man für 2020 ein positives Ergebnis erzielen. Positiv hob er hervor, dass in puncto Steuern und Gebühren nur der Abfall ein wenig teurer wird.

Olsberg-Eck als „Blickfang“

Beim Kneipp-Erlebnispark, der am 16. Mai seiner Bestimmung übergeben wird, ist, so der Bürgermeister, bis auf Restarbeiten alles fristgerecht abgewickelt, auch am „Olsberg-Eck“, das laut Fischer zu einem richtigen Blickfang werden könnte. Fehlt noch die Brück an der Ruhraue, für die 2020 Haushaltsmittel eingestellt sind. Auch eine neue Brücke über die Ruhr an der Steinhelle soll gebaut werden.

„Was ist mit der Pflege der Grünanlagen?“, sorgten sich die Bürger. Die Anlagen des Kneip-Erlebnisparks würden aus Steuergründen extern gepflegt, nicht vom städtischen Bauhof, darum gebe es kein Personalproblem, betonte Fischer.

Mögliches Bauland in Bahn-Nähe

Die Baumaßnahmen an der „Unteren Sachsenecke“ mit der Erneuerung der Sitterbachbrücke sowie in der „Rutsche“ befänden sich im Zeit- und Kostenplan. Bis zum Jubiläumsschützenfest Ende Juni 2020 sollen im Rahmen des Zentrenkonzepts dann der komplette Markt, das Mühlenufer sowie der Bereich um die Olsberger Kirche fertiggestellt sein, unterstrich Fischer.

Weitere Gewerbeflächen könnten im Zuge des Umlegungsverfahrens im Hohlen Morgen in Richtung Gevelinghausen entstehen. Bauplätze sind dagegen mehr als knapp. Mehr als drei oder vier kommunale Grundstücke gibt es derzeit in der Kernstadt nicht, sodass jetzt in Betracht gezogen wird, das Bauland westlich der ehemaligen „Rosenterrasse“ entlang der Bahntrasse bis zu den Bahnhofstannen auszuweisen, zumal ein Fördertopf für „Bauen an der Schiene“ werbe, so Fischer.

Auch auf dem Krankenhausgelände sollen ja, neben dem Aspekt Gesundheitsstandort Bauplätze entstehen. Das Investitionsvolumen dürfte sich auf um die 10 Millionen belaufen. Fischer: „Es hat sich durchaus gelohnt, das Areal zu erwerben“.

Löschgruppen für alle Orte nötig?

„Wird über überhaupt noch in jeder Ortschaft eine Löschgruppe benötigt wo es doch in der Kernstadt eine leistungsfähige Wehr gibt?“, lautete die Frage mit Blick auf hohen Sanierungskosten für die Gerätehäuser. „Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes, externes Brandschutzkonzept soll sich in absehbarer Zeit mit dieser Problematik befassen“, so Fischer, der sich für die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehren aussprach.

Weiter wurden Fragen zur örtlichen Ordnung und dazu, wie es mit dem kommunalen Entwicklungskonzept in Bigge weitergeht, erörtert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben