Jazz-Nacht

Das erwartet Besucher bei der 24. Jazz-Nacht in Brilon

Nils Wülker heizt dem Publikum bei der Jazz-Nacht mit der Trompete ein.

Nils Wülker heizt dem Publikum bei der Jazz-Nacht mit der Trompete ein.

Foto: Privat / WP

Brilon.  Mit den bekannten Größen Nils Wülker und der Jazzkantine geht die Jazz-Nacht in die nächste Runde. Es gibt Infos zum Jubiläum und ein Versprechen

Eine traditionelle Veranstaltung Jahr für Jahr spannend zu gestalten, ist keine einfache Aufgabe. In jedem Jahr die Messlatte höher zu legen erst recht nicht. Beides versucht aber mittlerweile zum 24. Mal die Briloner Jazz Nacht.

„Es hat sich einfach immer weiter aufgebaut und sich unwahrscheinlich gut etabliert“, sagt Thomas Mester von Brilon Kultur. Mit dem Jahr 2014 machte die Veranstaltung einen entscheidenden Schritt nach vorn, als erstmalig auch internationale Stars der Jazz-Szene nach Brilon kamen, um die Besucher in der Aula des Schulzentrums zu unterhalten.

Nils Wülker eröffnet den Abend

Am Samstag, 19. Oktober, geben sich deutsche Künstler ab 20 Uhr die Ehre, denn dann eröffnet Nils Wülker den Abend, ehe der Trompeter sein Spielgerät bildlich an die „Jazzkantine“ übergibt. „Nils Wülker gewann bereits vier Mal den goldenen Jazz Award und spielt mit den ganz Großen der Branche, wie z.B. Gregory Porter, auf der Bühne. Daher freuen wir uns sehr, dass er den Abend eröffnen wird“, schwärmt Mester.

Ähnlich lobende Worte findet Mester auch für die „Jazzkantine“, die ihre Deutschlandtour in Brilon beginnen werden. Heute erscheint ihr neues Album „Mit Pauken und Trompeten“, welches auch bei der Jazz-Nacht ein Fokuspunkt sein wird. Die Gruppe, die bereits seit 25 Jahren Musik macht, spielte schon mit Stars wie Die Toten Hosen oder Herbert Grönemeyer, Die Fantastischen Vier und Fettes Brot. „Sie spielen Crossover. Da ist dann auch mal Heavy Metal, Reggae oder Rap ein Thema“, beschreibt Mester die Vielfältigkeit der Gruppe.

Planungen für 2020 abgeschlossen

Einen großen Knaller wollte Mester zumindest schon mal ankündigen: Denn die Planungen für das 25-jährige Bestehen der Jazz-Nacht sind bereits abgeschlossen. Erstmalig können schon bei der Veranstaltung im Oktober Tickets für das Jubiläum erworben werden. Und der Leiter von Brilon Kultur ist sich sicher, dass schon an diesem Abend einige Tickets ein Zuhause finden werden, wenn vor Ort bekannt gegeben wird, wer denn am 17. Oktober 2020 auf der Bühne sein wird. „Wir haben versucht, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Ich kann nicht sagen, wer es ist, aber es ist ein Highlight“, verspricht Mester, dem dann doch herausrutscht, dass es sich um eine Band handelt.

Für ihn und Sparkassendirektor Ingo Ritter steht fest, dass die Veranstaltungen für die Stadt ein großer Gewinn sind. „Ich kenne solche Events noch vom Niederrhein und dem Norden. Die werden immer gut angenommen und bieten eine tolle Fördermöglichkeit für die Städte.“ Die Sparkasse ist auch in diesem Jahr wieder Hauptsponsor der Jazz-Nacht und ermöglicht laut Mester immer wieder, dass das Programm sich derart steigern kann.

Der holprige Start der Jazz-Nacht

Dass die Musikrichtung so viel Anklang in Brilon findet, obwohl sie nicht gerade im Mainstream angesiedelt ist, verwundert Mester allerdings nicht. Zunächst begann die Veranstaltung mit traditionellem Jazz. Doch das Publikum alterte mit der Veranstaltung, die Jugend ließ sich nicht begeistern. „Wir wollten uns dann mehr öffnen. Das hat uns ein paar Zuschauer gekostet, aber wir haben auch neue gewinnen können“, erinnert sich Mester.

Mit dem ersten internationalen Act bei der 20. Jazz-Nacht öffnete sich für ihn die Türe zu dem Künstler-Pool noch weiter. Das Event gewann an Bekanntheit und Stars wie Till Brönner gaben sich in der Folge die Ehre. „Seitdem ist immer alles voll bis auf den letzten Stuhl. Dafür sorgt aber auch der Flair in der Aula. Das Publikum ist so nah am Künstler. Sie können ihm die Schuhe zubinden“, sagt Mester und lacht.

Der Leiter von Brilon Kultur steht im regen Austausch mit dem Publikum und den Künstlern, um zu erfahren, was noch verbessert werden kann. Für Kritik ist er immer offen. Trotz des Erfolges der Reihe möchte er das Format aber nicht größer aufziehen und beispielsweise in die Schützenhalle umziehen, wo nicht 500 Leute Platz hätten, sondern 700 oder gar 800. Mester: „Hier hat die Jazz-Nacht ihren Ursprung und hier soll sie auch bleiben“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben