Wirtschaft

Briloner Centrotec AG steigert weiter Umsatz und Gewinn

Blick auf das Briloner Gewerbegebiet zwischen Keffelker Straße und Padbergschem Dorn: In der Mitte der Sitz der Centrotec Sustainable AG, die hier mit Centrotherm auch eine Produktionsstätte hat, oben die ABB Trafo, unten Bond Laminates.

Blick auf das Briloner Gewerbegebiet zwischen Keffelker Straße und Padbergschem Dorn: In der Mitte der Sitz der Centrotec Sustainable AG, die hier mit Centrotherm auch eine Produktionsstätte hat, oben die ABB Trafo, unten Bond Laminates.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Brilon.  Die in Brilon ansässige Holding wächst weiter, allerdings hinterlässt die Klimaschutzdebatte bei der Centrotec Sustainable AG partiell Spuren.

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Ein „weiterhin stabiles Wachstum bei Umsatz und Ergebnis“ vermeldet die Centrotec Sustainable AG für das dritte Quartal. Allerdings sorge die Klimadebatte für eine Marktverunsicherung am deutschen Heizungsmarkt .

Wie auch in den sechs Monaten zuvor hat der Konzern in allen drei Segmenten Umsatzzuwächse aufweisen. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 6,4 % auf 171,4 Mio. Euro (2018: 161,1 Mio. Euro) und in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurde der Umsatz um 5,3 % auf 471,1 Mio. Euro (447,4 Mio. Euro) gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Konzern um 21,4 % auf 14,0 Mio. Euro (2018: 11,5 Mio. Euro) im Quartal und um 19,2 % auf 22,1 Mio. Euro (18,5 Mio. Euro) im bisherigen Jahresverlauf. Je Aktie verbesserte sich das Ergebnis (EPS) auf 0,62 Euro; vor Jahresfrist waren es 0,44 Euro) im dritten Quartal bzw. auf 1,04 Euro (0,50 Euro) in den ersten drei Quartalen.

Klimaschutzdebatte kühlt Heizungsmarkt ab

Die gesamtwirtschaftliche Abkühlung habe sich bislang noch wenig auf die für den Konzern wichtige Baukonjunktur ausgewirkt, teilt das Unternehmen mit. Dahingegen habe die umfassende öffentliche Diskussion zu den geplanten Fördermaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzpakets zu Beginn des vierten Quartals bereits zu einer spürbaren Abschwächung im deutschen Heizungsmarkt geführt.

Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Zurückhaltung bis zur konkreten Verabschiedung der entsprechenden Gesetze vorhalten wird. Inwiefern die dann getroffenen Entscheidungen zur gewünschten Belebung des Absatzmarktes durch verstärkte Investitionen in moderne Heizungsanlagen führen werden, sei von der finalen Ausgestaltung der Förderungen abhängig. Für das Gesamtjahr sollten die Prognosebandbreiten für Umsatz (620 bis 640 Mio. Euro) und EBIT (31 bis 33 Mio. Euro) an den Obergrenzen erreicht werden.

Für 45 Millionen Euro Aktien zurück geholt

Unter dem Dach der Centrotec Sustainable AG befinden sich die Segmente Climate Systems, Gas Flue Systems sowie Medical Technology & Engineering Plastics. Der Konzern besteht aus rund 50 verschiedenen Gesellschaften und unterhält 14 Produktionsstandorte, u.a. in Marsberg (Centroplast) mit etwa 100 Beschäftigten und in Brilon (Centrotherm) mit etwa 200 Beschäftigten. Insgesamt hat der Konzern rund 3300 Mitarbeiter

Aus einer langfristigen Kapitalsicherung verfügt die Holding über hohe liquide Mittel, mit denen sie im vergangenen und in diesem Jahr rund 340.000 Aktien für ca. 45 Millionen Euro zurück erwarb. Insgesamt ist das Centrotec-Grundkapital in 18.020.923 Inhaber-Stückaktien eingeteilt.

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