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Ausbildung im Sauerland? „Nie im reinen Bürojob gesehen“

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Marie Kinkel ist Auszubildende zur Bauzeichnerin.

Marie Kinkel ist Auszubildende zur Bauzeichnerin.

Foto: Privat

Brilon.  Marie Kinkel ist Azubi im Unternehmen Heckmann Bau GmbH & Co. KG in Brilon. Sie erzählt, weshalb sie sich für eine Lehre im HSK entschieden hat.

Marie Kinkel wusste schon früh, dass sie einen gestalterischen Beruf erlernen möchte. Diesen Traum konnte sich die 21-Jährige auch erfüllen: Sie befindet sich im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin im Schwerpunkt Architektur bei dem Unternehmen Heckmann Bau GmbH & Co. KG in Brilon. Im Interview verrät sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat und was ihn für sie so besonders macht.

Wie sind Sie darauf gekommen, eine Ausbildung zur Bauzeichnerin zu beginnen?

Marie Kinkel: Mir war schon immer bewusst, dass mein Berufsweg auf jeden Fall in eine gestalterische Richtung gehen sollte, ich habe mich selbst aber nie in einem reinen Bürojob gesehen. Durch Eigenrecherche, Berufsmessen und die Bundesagentur für Arbeit bin ich dann auf den Ausbildungsberuf zur Bauzeichnerin im Schwerpunkt Architektur gestoßen. Der Beruf bietet mir eine abwechslungsreiche Kombination aus Büroalltag und Baustelle – genau das, was ich mir immer vorgestellt habe.

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Worum geht es in der Ausbildung? Was sind Ihre Aufgaben?

Als angehende Bauzeichnerin lerne ich das Erstellen von Bauzeichnungen mit dem CAD-Programm. Wir zeichnen Entwurfs- und Ausführungspläne, nach denen anschließend auf der Baustelle gearbeitet wird. Außerdem geht es um das Ermitteln von Massen und das Zusammenstellen von Bauanträgen. Durch meine Baustellenpraktika konnte ich schon einige Einblicke in die Praxis sammeln und das Gelernte eigenhändig anwenden.

Was gefällt Ihnen am Beruf besonders gut?

Am besten gefällt mir die Kombination aus Büro und Baustelle. Es ist ein schönes Gefühl, an Bauvorhaben mitzuwirken und diese dann als Prozess vor Ort auf der Baustelle verfolgen zu können. Daher sind für mich die schönsten Tage die, an denen ich mit auf die Baustellen fahren und sehen kann, was ich selber gezeichnet habe.

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Gibt es etwas, das Ihnen nicht gefällt?

Nein, nicht wirklich. Das Einzige, das etwas Geduld erfordert, ist das Überarbeiten von Zeichnungen nach Baubesprechungen. Manchmal muss man die erstellten Pläne mehrfach korrigieren und anpassen, aber auch hierbei lernt man immer etwas Neues, wodurch der Spaß an der Arbeit nicht zu kurz kommt.

Haben Sie schon Zukunftspläne, die Sie nach Abschluss der Ausbildung verfolgen?

Also erstmal möchte ich definitiv in dem Beruf weiterarbeiten. Ich würde auch gerne eine Weiterbildung zur Bautechnikerin machen und vielleicht eines Tages selbst als Ausbilderin tätig sein. Außerdem plane ich hier in der Region zu bleiben: Ich bin im Sauerland aufgewachsen und konnte mir bis jetzt noch nie vorstellen, meine Heimat zu verlassen. In einer weitentfernten Großstadt habe ich mich schon als kleines Kind nicht gesehen, aber wohin mich mein Weg in Zukunft wirklich verschlägt, kann ich ehrlich gesagt noch nicht eindeutig festlegen.

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