Weihnachtsaktion

Aktion in Brilon: Geschenke für Kinder aus Familien in Not

Wunschzettel-Aktion Handwerkerstadt Hoppe und Caritasverband Brilon: Hoppe-Mitarbeiter Marc Hildebrandt, Inga Schmidt-Hermes (Caritas) und Hoppe-Geschäftsführer Daniel Hoppe.

Wunschzettel-Aktion Handwerkerstadt Hoppe und Caritasverband Brilon: Hoppe-Mitarbeiter Marc Hildebrandt, Inga Schmidt-Hermes (Caritas) und Hoppe-Geschäftsführer Daniel Hoppe.

Foto: Jutta Klute/WP

Brilon.  Ein Wunschzettel-Weihnachtsbaum steht in den Geschäftsräumen der Firma Hoppe in Brilon. Dahinter steckt eine Aktion mit dem Caritasverband Brilon

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Kinder-Armut - das ist auch bei uns in Deutschland und auch bei uns im Sauerland ein Thema. Das weiß der Caritasverband Brilon aus seiner täglichen Arbeit. Für viele Familien ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass Heilig Abend teure Geschenke unterm Weihnachtsbaum liegen. Um Familien mit Kindern in finanziellen Notlagen hier vor Ort eine Freude zu machen, hat deshalb die Firma Hoppe Handwerkstadt gemeinsam mit dem Caritasverband Brilon eine Wunschzettel-Aktion gestartet.

Gesucht: Spender, die einen Wunsch erfüllen

70 Kinder aus Familien, die durch die Caritas begleitet werden, haben inzwischen einen Wunschzettel geschrieben, der nun am Weihnachtsbaum im Geschäft der Firma Hoppe im Nehdener Weg hängt. Die Wünsche dürfen maximal einen Wert von 20 Euro haben. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann einen der Wunschzettel übernehmen, das dort vermerkte Geschenk kaufen, einpacken und beides bis spätestens 31. Dezember wieder in den Geschäftsräumen der Firma Hoppe abgeben. Sollten sich nicht für alle Wünsche Spender findet, wird Hoppe das Geschenk selbst übernehmen, so dass kein Kind leer ausgehen wird. Außerdem wird das heimische Unternehmen für jeden erfüllten Wunsch eine Spende an die Caritas übergeben. Beschenkt werden Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 20 Jahren.

„Wir möchten Kinderaugen zum Weihnachtsfest leuchten lassen und Familien hier in der Region unterstützen“, erklärt Daniel Hoppe, Geschäftsführer des Briloner Unternehmens. Der promovierte Betriebswirt erzählt, dass er die Idee zu der Aktion aus Marburg mitgebracht hat. Dort habe es in einem Kaufhaus einen solchen Wunschbaum gegeben. „Da hat sich ein Kind Wintergummistiefel zu Weihnachten gewünscht. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht“, erzählt der 33-Jährige. Er möchte nun auch andere dazu anregen, gerade jetzt in der Weihnachtszeit darüber nachdenken, wie man Familien in Not unterstützen kann. Auch als Unternehmer habe man die Verantwortung, sich sozial zu engagieren.

Familien in der Region unterstützen

Von Seiten des Caritasverbandes Brilon hat Inga Schmidt-Hermes den Kontakt zu heimischen Familien hergestellt. Sie leitet die ambulante Erziehungshilfe und weiß, wie schwierig es vor allem für Alleinerziehende oft ist, finanziell über die Runden zu kommen und schöne Weihnachtsgeschenke für die Kinder zu kaufen.

Sie weiß, wo wirklich Unterstützung gebraucht wird. Sie versichert: „Die Geschenke gehen an Familien, die in unserer Gesellschaft oft zu kurz kommen. Die Idee ist sehr gut angekommen. Viele haben Geldsorgen.“ Bereits jetzt haben sich einige Spender bereit erklärt, einen Wunsch zu übernehmen. Und welche Wünsche haben die Kinder? Einen Playmobil-Pferdestall, Lego, ein Duplo-Feuerwehr-Auto ein Buch…

Teilhabe und Bildungschancen verbessern

Der Caritas ist es auch wichtig, die Menschen für das Thema Armut zu sensibilisieren. Auf der Internet-Seite des Caritasverbandes Brilon heißt es: „Armut in Deutschland gibt es. Armut grenzt aus, verringert Teilhabe- und Bildungschancen. Armut macht krank und Krankheit arm.“ Weiter heißt es dort: Beim Thema Armut gehe es nie „nur“ um Geldfragen, sondern grundsätzlich immer auch um Gerechtigkeit. Von Belang sei auch das Recht an Teilhabe an Kultur und im Sozialen und es gehe um Chancengleichheit mit Blick auf Bildung, Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten.

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