Nachwuchs

2017: Baby-Boom im Briloner Krankenhaus

Katharina Blüm mit Sohn Alexander und Hebamme Zoi Malawetsis.

Foto: Thomas Winterberg

Katharina Blüm mit Sohn Alexander und Hebamme Zoi Malawetsis. Foto: Thomas Winterberg

Brilon.   2017 gab es viel Nachwuchs: Das Maria Hilf peilt für dieses Jahr die nächste Hunderter-Marke an. Das erste "Neujährchen" heißt Alexander.

Alexander Blüm ist das erste Baby des neuen Jahres. Am 1. Januar um 5.54 Uhr erblickte der kleine Kerl mit einem Gewicht von 3450 Gramm und einer Länge von 48 Zentimetern das Licht der Welt im Briloner Krankenhaus „Maria hilf“.

Der kleine Kerl ist der ganze Stolz von Mama Katharina (Arzthelferin, 33, aus Brilon) und Papa Thomas. Und ganz bestimmt freut sich auch der „große Bruder“ Eliah, der im Juli 2016 zur Welt kam, über den Familienzuwachs.

Doppelte Freude

„Termin war eigentlich der 23. Dezember, aber so waren wir Weihnachten zu Hause und haben jetzt doppelten Grund zur Freude über das neue Jahr“, sagt Katharina Blüm.

Vielleicht ist Alexander ja auch das erste Baby jenes Jahres, in dem das Maria- Hilf-Krankenhaus erstmals die 700-er Geburtenmarke überschreitet. Im gerade zu Ende gegangenen Jahr jedenfalls fehlten nur noch wenige. Exakt 682 Babys haben am Schönschede 2017 dort das Licht der Welt erblickt, im Jahr zuvor waren es 626.

Baby-Boom

Der Baby-Boom im Briloner Krankenhaus ist nicht alleine dem steigenden Kinderwunsch junger Eltern zu verdanken.

Deutlich bemerkbar gemacht hat sich am Schönschede die Schließung der Enbindungsstation am Mescheder St.-Walburga-Krankenhaus Anfang April, sagt Zoi Malawetsis, die leitende Hebamme am Maria Hilf: „Nach jeder Kreißsaal-Führung melden sich hier Frauen aus dem Raum hinter Bestwig bis Meschede zur Entbindung an. Wir haben hier offenbar eine besondere familiäre Atmosphäre.“

400 Geburten in Meschede

Rund 400 Geburten hatte es zuletzt in Meschede gegeben. Mit der Anbindung des Hauses an das Klinikum Arnsberg waren erst die Geburtshilfe und danach die komplette Gynäkologie nach Arnsberg verlegt worden. Geburtenquote dort: rund 1200 pro Jahr.

Das Maria Hilf hatte umgehende auf die Schließung in Meschede reagiert und das Team der Entbindungsstation bereits im Mai um zwei Hebammen und eine Kinderkrankenschwester verstärkt. Im Lauf des Jahres kam eine weitere Hebamme hinzu, und Anfang diesen Jahres ist die Aufstockung um eine weitere geplant.

Das Team

Damit besteht das Team aus insgesamt 14 Hebammen und 11 Kinderkrankenschwestern. Der von Chefarzt Dr. Thomas Lakers geleiteten Abteilung gehören zudem ein Oberarzt und sechs Assistenzärzte an.

Mit der Hebammenpraxis „Bauchwunder“ und der Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe von Dr. Ursula Ross und Bernadette Kastner gibt es am Schönschede zwei weitere Anlaufstellen für werdende Mütter und junge Eltern.

Elternschule bereitet vor

Und eine spezielle Elternschule bereitet nicht nur im medizinischen Bereich, sondern auch in sozialer und psychologischer Sicht auf den Familienzuwachs vor.

Die Nachfrage nach dieser ganzheitlichen Form der Unterstützung und Begleitung war mit den steigenden Entbindung so stark gestiegen, dass für die Einrichtung innerhalb des Hauses neue Räumlichkeiten bezogen wurden.

Die Verweildauer der jungen Mütter liegt in der Regel zwischen zwei und drei Tagen - „Wenn alles o.k. ist“, so Zoi Malawetsis.

Ein Jahrtausend wird volljährig

Ist Ihnen etwas aufgefallen? Das Jahrtausend ist 18 Jahre alt geworden. Aber es hat immer noch jede Menge Flausen im Kopf!

Volljährig sind seit Neujahr auch mindestens drei junge Menschen aus dem Altkreis Brilon, die am Neujahrstag 2000 zur Welt kamen. Herzlichen Glückwunsch Alina aus Medelon sowie Johann und Marie-Sophie aus Marsberg! Über sie haben wir damals berichtet.

Anno 2000

Anno 2000 gab es noch eine Geburtsabteilung am Marsberger Krankenhaus, wo Johann um 8.45 Uhr und Marie-Sophie um 14.45 Uhr das Licht der Welt erblickten.

Im Briloner „Maria Hilf“ gab es ausgerechnet zur Jahrtausendwende kein Neujährchen; zwei Kinder konnten es nicht mehr abwarten und wollten partout noch Silvester 1999 auf diesen Planeten.

Erstes Neujährchen aus Hessen

Zwar in Frankenberg und damit in Hessen wurde Alina am Neujahrstag 2000 um 1.58 Uhr geboren. Die Medelonerin ist damit das erste Neujährchen. Wir wollten ihr per Telefon gratulieren, haben sie aber leider nicht erreicht. Ganz stolz schickte damals der Ortsvorsteher von Medelon ein Fax in die Redaktion.

Mails dürften wohl vor 18 Jahren noch die Seltenheit gewesen sein. Technische Neuerungen sind aber nicht das Einzige, was sich in unserer schnelllebigen Zeit innerhalb weniger Jahre geändert hat.

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