Drei Tage lang feiern die Würgendorfer am Wochenende das 100-jährige Bestehen des Löschzuges

42 Bürger gründeten 1908 die Wehr

Foto: Thorsten wroben

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Vor hundert Jahren gründeten Würgendorfer Bürger die Freiwillige Feuerwehr.

Burbach-Würgendorf. (thw) Nach 100 bewegten Jahren, in denen die Würgendorfer Floriansjünger über viele Höhen und durch Tiefen gingen, wird am Wochenende gefeiert. Von Freitag bis Sonntag bildet das Jubiläum den gesellschaftlichen Höheppunkt in dem Dorf am Oberlauf der Heller.

Die Zeiten von Feuereimer und Handspritze gehören längst der Vergangenheit an. Die Einheit bekam mit dem Bau der Autobahn „Sauerlandlinie” zusätzliche Aufgaben bei schweren Verkehrsunfällen und Fahrzeugbränden. Während sich zur provisorischen Gründung 28. März 1908 42 Bürger trafen, waren es bei der Jahreshauptversammlung sogar schon 52 Freiwillige. Zunächst gab es mit der Steiger-, Hydranten-, Spritzen- und Ordnungsabteilung vier Mannschaften. Bis 1912 leitete Brandmeister Hermann Bald die Wehr. Elf Jahre später folgte Adolf Georg. In der Nacht zum 18. Oktober 1924 riss die Feuerglocke die Brandbekämpfer aus dem Schlaf. Der Gasthof Betz an der Dillenburger Straße stand in Flammen und brannte trotz des großen Einsatzes der Wehrleute bis auf die Grundmauern nieder. Wilhelm Kring, der 1927 die Truppe übernahm, wurde 1945 aus politischen Gründen abgelöst. Auch im II. Weltkrieg wurden die Würgendorfer gefordert. Nach einem Luftangriff auf Siegen mussten die Würgendorfer unter anderem ein Sägewerk in Kaan-Marienborn löschen. Willi Metz wurde nach dem Krieg neuer Brandmeister. Dieses Amt behielt er bis 1958. Im gleichen Jahr bezogen die „Florianer” den neuen Standort im Dorfgemeinschaftshaus. In diesem Sommer wurde das 50-Jährige mit einem Festzug gefeiert. Manfred Scholl hatte unterdessen die Nachfolge von Metz angetreten. Als Scholl im Jahr 1969 das Amt des Gemeindebrandmeisters übernahm, setzte Manfred Klein seine Arbeit fort. 24 Jahre stand er an der Spitze der Wehr. 1970 erhielten die Florianer ein Tanklöschfahrzeug. Durch die neue Autobahn und die Mülldeponie nahm die Zahl der Einsätze in den folgenden Jahren ständig zu. Die extreme Trockenheit verlangte den Freiwilligen im April 1975 bei mehreren Waldbränden viel Engagement ab. Im Jubiläumsjahr 1983 wurde die Jugendfeuerwehr mit zwölf Jugendlichen unter der Leitung des heutigen Löschzugführers Helmut Jungheim ins Leben gerufen. Als Jugendfeuerwehrwarte folgten ihm Uwe Schmidt, Heiko Stahl, André Meyer und Kai Langenbach, der aktuell das Amt bekleidet und mit 26 Teenagern (darunter 14 Mädels) die größte Nachwuchsabteilung innerhalb der Gemeinde Burbach auf den Ernstfall vorbereitet. 1984 erhielt Würgendorf ein Tragkraftspritzenfahrzeug neuer Bauart, was bis zum heutigen Tage im Einsatz ist. Ende 1989 wurde ein Unimog aus Altersgründen an den Bund zurückgegeben. Vor 15 Jahren trat Helmut Jungheim seinen Dienst als neuer Löschzugführer an, Michael Hecker wurde zu seinem Stellvertreter berufen.

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