Weltcup in Tokio

Wasserspringer kämpfen um Olympia-Startplätze

Lesedauer: 2 Minuten
Wasserspringer Patrick Hausding zeigt 2016 seine Olympia-Bronzemedaille.

Wasserspringer Patrick Hausding zeigt 2016 seine Olympia-Bronzemedaille.

Foto: dpa

Tokio. Die deutschen Wasserspringer um Rekordeuropameister Patrick Hausding nehmen unter schwierigen Umständen den Kampf um die letzten Olympia-Startplätze auf.

Beim Weltcup in Tokio mit einem strengen Hygienekonzept will sich der Deutsche Schwimm-Verband vom 1. bis zum 6. Mai weitere Quotenplätze sichern. "Der Weltcup wird eine völlig andere Veranstaltung als bisherige Wettkämpfe. Im umfangreichen Hygienekonzept ist unter anderem festgehalten, dass auf Beifallklatschen und Rufe verzichtet werden soll", sagte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow. "Das ist sicher ungewohnt, kann aber auch eine gute Generalprobe für die Olympischen Spiele sein."

Der Weltcup in Tokio ist auch für die Abläufe ein wichtiger Test vor den Sommerspielen vom 23. Juli bis 8. August. Die Sportler dürfen das Hotel nur für die Wettkämpfe verlassen, sollen sich dort nur in ihrem Stockwerk bleiben. Hotel, Bus, Halle - das sind die drei Orte, an denen sich Hausding & Co. aufhalten sollen. Weil man die Wettkampfstätte schon mal gesehen habe, komme ein "bisschen Mini-Olympia-Feeling" auf, sagte Hausding, "auch wenn wir hier stark eingekerkert sind." Nicht mal länger an die frische Luft können die Sportler. "Das ist ziemlich anstrengend."

Hausding und Tina Punzel hatten bei der WM 2019 je einen Quotenplatz gesichert. "Mit acht bis zehn weiteren Quotenplätzen wäre ich zufrieden", sagte Buschkow. Der 32-jährige Hausding ist nach der "längsten Wettkampfpause der ganzen Karriere" gespannt: "Wir sind heiß auf die Wettkämpfe. Es ist schon eine Weile her. Wir wissen ja gar nicht mehr, wie sich das anfühlt."

Schwierig war zudem die Vorbereitung. Der Weltcup wurde zunächst abgesagt, dann aber zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder für Tokio geplant. "Wir haben im Training die Zeitverschiebung mit nächtlichen Einheiten simuliert und hoffen, dass sich das in Tokio auszahlt", sagte Buschkow. Danach folgt gleich die EM in Budapest.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-407878/2

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben