Rudern

Deutschland-Achter packt mehr PS ins Boot

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal präsentiert sich der neue Deutschland-Achter der Öffentlichkeit.

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal präsentiert sich der neue Deutschland-Achter der Öffentlichkeit.

Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Bundestrainer Uwe Bender nominiert zwei neue junge und starke Ruderer für das Flaggschiff des deutschen Ruderverbandes.

Sie sind nicht nur die besten Ruderer der Welt, sie können auch singen. Gold haben sie noch nicht in der Kehle, aber zu einem Ständchen reichte es bei der Präsentation des Deutschland-Achters für die Saison 2019. Richard Schmidt, der wie der 36-jährige Steuermann Martin Sauer bereits seit zehn Jahren im Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes sitzt, hatte sich zu seinem 32. Geburtstag für „Hoch soll er leben“ statt „Happy Birthday“ entschieden. Und so stimmten die Modellathleten und ihr schmaler gebauter Steuermann das Lied für ihren Routinier aus Trier an.

Dorstener Reinhardt ist der Jüngste

Mit dem Dorstener Christopher Reinhardt (21) und dem Krefelder Laurits Follert (23) holte Bundestrainer Uwe Bender zwei neue Ruderer ins deutsche Paradeboot, weil sie bei den Tests durch ihre körperliche Stärke beeindruckten. „Am Feinschliff müssen wir noch ein wenig arbeiten“, sagte Bender am Donnerstag in Dortmund. „Der Achter der vergangenen zwei Jahre war sehr harmonisch und technisch versiert. Unsere beiden Neuen haben einen großen Sprung gemacht und könnten mehr PS ins Boot packen. Jetzt geht es darum, diese PS auch auf die Straße zu bringen.“

Mit 21 Jahren ist Christopher Reinhardt der Jüngste an Bord. „Jeder will in den Deutschland-Achter. Für mich wird ein Traum wahr“, sagte der Medizinstudent aus Dorsten. Bereits in der nächsten Woche könnte er sich den ersten Titel schnappen, denn mit der EM vom 30. Mai bis 2. Juni steht auf dem Luzerner Rotsee die erste Standortbestimmung an. Neben Reinhardt, Follert und Schmidt gehören Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin), Johannes Weißenfeld (Herdecke), Jakob Schneider (Essen), Torben Johannesen (Hamburg) und Malte Jakschik (Castrop-Rauxel) zur Achterbesatzung für das vorolympische Jahr.

Alles ist auf Tokio 2020 ausgerichtet

Der Saisonhöhepunkt steigt vom 25. August bis 1. September bei der WM. Im österreichischen Ottersheim will der Deutschland-Achter seinen dritten Weltmeister-Titel in Serie holen. Das Minimalziel ist der fünfte Platz, der die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio sichert. Nach Gold 2012 in London und Silber 2016 in Rio de Janeiro würde der Deutschland-Achter gern wieder ganz oben auf dem Podest stehen. „Das große Ziel ist Olympia. Wir sind in der Lage, das ganz große Ding zu landen, darauf arbeiten wir hin“, sagte Bundestrainer Bender. Vielleicht singen seine Jungs dann für ihn: „We are the Champions!“

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