Tennis

Australian Open: Rauch, Hustenanfälle, Training abgebrochen

Die rauchige Luft macht den Tennisspielerinnen - hier Karolina Pliskova - im Training und in der Qualifikation im ohnehin heißen Melbourne zu schaffen.

Die rauchige Luft macht den Tennisspielerinnen - hier Karolina Pliskova - im Training und in der Qualifikation im ohnehin heißen Melbourne zu schaffen.

Foto: Getty

Melbourne.  Die Luft in Melbourne ist nach den Buschbränden so schlecht, dass die Tennis-Profis rund um die Australian Open massiv beeinträchtigt werden.

Die schlechte Luftqualität in Melbourne durch die Buschfeuer in der Nähe der australischen Millionen-Metropole hat am Dienstag dazu geführt, dass das Training bei den Australian Open zeitweise unterbrochen wurde und auch die Qualifikation für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beeinträchtigt wurde. Die Slowenin Dalila Jakupovic gab in der ersten Runde nach einem Hustenanfall auf. Im Match der 28-Jährigen gegen die Schweizerin Stefanie Vögele hatte es zu diesem Zeitpunkt 6:4, 5:6 gestanden. Jakupovic kniete zunächst nieder und wurde dann von einer Betreuerin vom Platz geführt.

„Es war wirklich schlimm. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich hatte wirklich Angst, dass ich kollabiere“, sagte Jakupovic anschließend. „Darum bin ich runter. Weil ich nicht mehr laufen konnte. Am Boden war es etwas einfacher, Luft zu bekommen.“

Schockierte Reaktionen

Die Luxemburgerin Mandy Minella, Nummer 140 der Welt, hat kein Verständnis für die Austragung der Matches. „Ich bin schockiert, dass die Qualifikation bei den Australian Open begonnen hat. Was ist mit der Gesundheit der Leute, die da draußen arbeiten müssen?“, twitterte Minella. Das gelte besonders für die Balljungen und -mädchen.

Die Organisatoren hatten den Beginn der Qualifikationsmatches zuvor wegen der verrauchten Luft von 10.00 Uhr Ortszeit auf 11.30 Uhr verschoben. Die Spiele des Hauptfeldes sollen am kommenden Montag beginnen.

Weiterhin verrauchte Luft über Melbourne

Die deutsche Tennisspielerin Laura Siegemund und die einstige Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa aus Russland beendeten ihr Match beim Einladungsturnier in Melbournes Stadtteil Kooyong nach knapp zwei Stunden vorzeitig. „Ich habe gemerkt, dass ein bisschen Husten hochkam am Ende des zweiten Satzes. Ich dachte, ich bin krank“, sagte Scharapowa. Siegemund hatte den ersten Durchgang im Tiebreak gewonnen, im zweiten stand es 5:5. Die Organisatoren brachen das Match dann ab.

Den Bewohnern von Melbourne wurde am Dienstag wegen der rekordverdächtig schlechten Luft geraten, drinnen zu bleiben. Nach der Unterbrechung des Trainings gaben die Organisatoren des Turniers bekannt, dass die Bedingungen besser geworden seien und ständig kontrolliert würden. Das australische „Bureau of Meteorology“ teilte mit, dass noch bis Mittwochnachmittag viel Rauch über Melbourne liegen werde. (sid/dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben