Sportsender

Noch nie gab’s soviel Fußball zu sehen wie 2013/14

Am Freitag sind die Kameras wieder auf die Plätze der Bundesliga gerichtet. Der Zuschauer profitiert davon in größerem Maße als in der vergangenen Saison.

Am Freitag sind die Kameras wieder auf die Plätze der Bundesliga gerichtet. Der Zuschauer profitiert davon in größerem Maße als in der vergangenen Saison.

Foto: dpa

Essen.   Am Wochenende geht es wieder los: Die Bundesliga beginnt mit einer neuen, spannenden Saison. Um die Fans, die nicht in die Stadien zu ihren Vereinen pilgern können, ausreichend versorgen zu können mit den neuesten News, haben sich Sky, BILD und Co. einiges einfallen lassen.

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Am Freitagabend eröffnen Bayern München und Borussia Mönchengladbach die 51. Saison der Fußball-Bundesliga. Und die Fans dürfen sich freuen: Noch nie gab es so viel Fußball zu sehen (und zu hören) wie in der neuen Spielzeit. Wir geben einen Überblick.

Sky: Die Pay-TV-Jungs sind das Bayern München unter den Fernsehkanälen: Geld spielt keine Rolle. Fast 500 Millionen Euro überweist Sky, das jetzt auch die Telekom-Kunden von „Liga Total“ bedient, pro Saison. Und darf dafür alles aus der 1. und der 2. Bundesliga live und als Erster zeigen.

Fans können von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 22.30 Uhr, fast durchgehend den Ball im TV verfolgen. Zu den 612 Spielen in HD-Qualität bietet der längst nicht mehr werbefreie Sender ein wachsendes Rahmenprogramm an: Zusammenfassungen, die Talk- und Showformate „Mein Stadion“ (Freitag), Samstag Live (Samstag) und Sky90 (Sonntag), Experten wie Ottmar Hitzfeld und Lothar Matthäus. Und den Nachrichtensender Sky Sport News. Das alles hat seinen Preis: Das Abo mit Liga, DFB-Pokal und Europapokal kostet fast 50 Euro.

ARD: Die Sportschau am Samstag ist wie Borussia Dortmund: Ein ambitionierter Verfolger. Der kann zwar nicht das Geld von Bayern (also Sky) investieren, schlägt dem Großen aus dem Süden aber hier und da ein Schnippchen. Mit der Haushaltsabgabe und Werbung lässt sich auch viel Fußball als Grundversorgung im Free-TV zeigen.

Ab 18 Uhr werden samstags erst die Spiele der 3. Liga, dann der 2. Liga und schließlich fünf Spiele der 1. Liga gezeigt. Am Sonntag gibt es ab 21.45 Uhr in den dritten Programmen eine neue und einheitliche Mini-Sportschau mit den Erstliga-Spielen vom Sonntag. Im WDR rundet „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ ab 23.45 Uhr das Fußball-Wochenende ab.

Was darf nicht fehlen? Richtig, Fußball im Radio. Begehrt und legendär: Die Sendung „Liga Live“ am Samstag von 14 bis 18 Uhr.

ZDF: Das Aktuelle Sportstudio ist wie der Hamburger SV – etwas angestaubt, aber schon immer in der Bundesliga dabei. Und so wird es auch bleiben. Spannendste Innovation: Moderator Michael Steinbrecher hört auf.

Der Sendeplatz ab 23 Uhr (nach „Wetten, dass..?“ auch mal später) wird auch künftig keinen Jubel in der Fankurve auslösen. Aber das Sportstudio hat ein Pfund: Die ersten Bilder des Abendspiels im Free-TV.

Sport1: Die Münchener sind das St. Pauli unter den Sendern, die Fußball übertragen: Irgendwie immer etwas schräg. Sport1 zeigt freitags (ab 22.15 Uhr) und sonntags (ab 9 Uhr) Zusammenfassungen und glänzt montags mit dem Zweitliga-Livespiel und der sehenswerten Spieltaganalyse (22.15 Uhr).

Quotenbringer ist der Fußball-Stammtisch „Doppelpass“. Den sieht offiziell niemand, aber jeder redet über ihn. Zudem sendet Sport1 dienstags aus Essen den launigen „Fantalk“ und mischt mit Sport1.fm im Internet-Radio mit.

Bild: Die Bild-Zeitung kommt nicht nur aus Berlin. Sie ist, wie die Hertha, ein Aufsteiger ins Erstliga-Geschäft. Bekannt bescheiden wirbt der Springer-Konzern mit der „Fußball-Revolution“. „Bild plus“ bietet samstags eine Stunde nach Abpfiff für etwa acht Euro im Monat Spiel-Zusammenfassungen für Mobilgeräte und Computer an.

Der Aufsteiger verfolgt dabei ambitionierte Ziele. Das wird in München gar nicht gerne gesehen. Und schon kommt Sky mit einer neuen App (fünf Euro/Monat) für Mobilgeräte um die Ecke. Die liefert auch Zusammenfassungen – zeitlich aber weit vor dem Bild-Angebot.

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