VfL Bochum

Robert Tesche lässt den VfL Bochum aufatmen

Tor für den VfL Bochum: Robert Tesche trifft per Kopf.

Foto: imago

Tor für den VfL Bochum: Robert Tesche trifft per Kopf. Foto: imago

Mit seinem Kopfballtor zum 1:0 für den VfL Bochum in Ingolstadt hat Robert Tesche für Riesenerleichterung beim Bochumer Anhang gesorgt.

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Endlich wieder ein Tor, endlich wieder ein Sieg. Und weg vom Relegationsplatz. Robert Tesche hält den VfL Bochum mit seinem goldenen Tor in Ingolstadt am Leben. Und Trainer Robin Dutt feiert im dritten Spiel seinen ersten Sieg.

Dutt ist seiner Marschroute treu geblieben und hat auch in Ingolstadt den Spielern vertraut, auf die er setzt, seitdem er beim VfL Bochum angeheuert hat. Fast unverändert im Vergleich zum Heimspiel gegen Nürnberg die Bochumer Startelf, lediglich Lukas Hinterseer, längst wieder genesen, ersetzte Johannes Wurtz in der Spitze. Kontinuität als nachhaltiges und erfolgbringendes Konzept, das bezweckt der 52-Jährige, der nur so die „Automatismen, die ich noch nicht sehe“, wie er nach dem 0:0 gegen Nürnberg gesagt hat, einschleifen will.

VfL konnte fulminantes Offensivspiel nicht durchhalten

Aber waren diese Automatismen zu sehen in Ingolstadt? Oder ist inzwischen der Druck zu groß, ist da kein Raum mehr für den gepflegten und damit präzisen Ball – neben dem ebenfalls geforderten Kampf? Der Beginn ist jedenfalls verheißungsvoll, weil die besagten Automatismen vor allem im Umschaltspiel zu vielen guten Szenen in der Offensive führen. Danilo Soares, Robbie Kruse und am Ende Lukas Hinterseer – das ist direktes, temporeiches Spiel, dem nur der gelungene Abschluss fehlt. Und wieder Hinterseer, erneut in Szene gesetzt von Kruse. Und wieder ärgert sich der ehemalige Ingolstädter.

Man hat gut gearbeitet in Bochum, das sieht man. Eine Garantie für Erfolg ist das aber nicht. Kittel nimmt Robert Tesches ausgefahrenes Bein dankend an, der VfL hat Glück und Manuel Riemann im Tor, der Stefan Kutschkes schwach geschossenen Elfmeter pariert. Ingolstadt will, drückt, spielt seine Offensiv-Stärke aus, wird aber auf dem falschen Fuß erwischt. Tesche wuchtet Kevin Stögers Eckball per Kopf ins Tor und mutiert in kürzester Zeit vom Depp zum Held. Zeit, durchzuschnaufen. Durchgehalten hat der VfL sein fulminantes Umschaltspiel nicht. Aber das Spiel bleibt nach dem Seitenwechsel verteilt. Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen, sind vorhanden, bei der vielleicht besten ist der Ball zwar im Tor, aber Kruse steht im Abseits. Immer noch und immer wieder fehlt der kühle Abschluss. Thomas Eisfeld kommt für Sidney Sam, der grippegeschwächt ins Spiel gegangen ist und dem deshalb die Kraft für 90 Minuten fehlt. Nun sieht es so aus, als wolle der VfL das Ergebnis nur noch über die Zeit bringen – und nutzt einmal mehr den Raum nicht, den der wild anstürmende Gegner nun bietet.

„Wir wollen nicht zweimal gegen den VfL verlieren“, hatte Marvin Matip, der gebürtige Bochumer in Ingolstädter Diensten, vor dem Anpfiff gesagt. Aber er muss sich fügen. Ingolstadt ist jetzt auch in der Abstiegsverlosung.

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