7:12 gegen Rumänien

Olympia erneut ohne deutsche Wasserballer

Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm konnte sich mit seinem Team nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren.

Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm konnte sich mit seinem Team nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren.

Foto: dpa

Rotterdam. Das Olympia-Aus der deutschen Wasserballer ist besiegelt. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm verlor in Rotterdam auch ihre vierte Partie beim Qualifikationsturnier für die Sommerspiele in Tokio.

Nach Niederlagen gegen die Niederlande, Frankreich und Russland unterlag die deutsche Auswahl mit 7:12 (1:1, 4:4, 1:4, 1:3) gegen Rumänien. Letztmals waren deutsche Wasserballer im Jahr 2008 in Peking bei Olympia vertreten. Für Stamm endet nach dem Turnier die Zeit als Bundestrainer.

"Ich habe fünfmal Olympia mitgemacht und viel erlebt, um mich geht es da nicht", sagte der 60-jährige Stamm der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es ist wahnsinnig schade für die Jungs. Sie habe alle ordentlich gearbeitet, für sie tut mir das sehr leid."

Die schwierige Vorbereitung und einige Ausfälle konnte die deutsche Mannschaft beim Turnier in den Niederlanden nicht auffangen. Wegen Corona-Gefahren hatte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes die Teilnahme an einem Vorbereitungsturnier absagen müssen, aufgrund der Reisebeschränkungen fiel ein Test gegen Brasilien aus. Im Vorjahr waren Lehrgänge ausgefallen, dazu fehlte es dem Team wegen der Corona-Zwangspause an Spielpraxis. In anderen Nationen konnte zum Teil gespielt werden.

In Rotterdam wird bis Sonntag um drei Startplätze für die Olympischen Spiele gekämpft. Die ersten vier Teams der zwei Vorrundengruppen erreichen das Viertelfinale. Darauf hat Deutschland, das am Donnerstag zum letzten Gruppenspiel gegen den Olympia-Zweiten Kroatien antritt, keine Chance mehr. "Wir werden versuchen, Charakter zu zeigen. Aber die Akkus sind mental leer", sagte Stamm.

© dpa-infocom, dpa:210217-99-479966/3

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