Formel 1

Formel 1: Vettel bekommt Druck aus dem eigenen Team

Sebastian Vettel mit seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc (r.).

Sebastian Vettel mit seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc (r.).

Foto: Getty Images

Sakhir.  Formel-1-Pilot Sebastian Vettel verlängerte in Bahrain seine Fehlerliste. Und in Charles Leclerc erwächst ihm bei Ferrari ein Konkurrent.

Lewis Hamilton, der tatsächliche Sieger des Großen Preises von Bahrain, gratulierte Charles Leclerc, dem moralischen Gewinner: „Du bist großartig gefahren, wirklich fantastisch. Vergiss’ diesen Moment, denn Du hast eine lange, große Zukunft vor Dir.“ Der Weltmeister konnte im Mercedes nur am Ferrari vorbeiziehen, weil dessen Energierückgewinnungssystem kollabierte, der Neuling in Rot rettete das beeindruckendste Wochenende seiner noch jungen Formel-1-Karriere mit einem dritten Platz. Ein Star wurde geboren. Nun lautet die Frage: Was bedeutet das für Sebastian Vettel?

Vier persönliche Fehler von Vettel in kurzer Zeit

Zunächst mal eine Menge persönlichen Ärger. Über sich selbst, über die Situation im Rennen, über Ferrari. Der britische Nachrichtensender BBC listete ein bisschen hämisch die Versäumnisse des Heppenheimers auf. Der Dreher in Bahrain mit anschließendem Verlust des Frontflügels ist in der Statistik der Vettel-Fehler nach Monza, Suzuka und Austin bereits der vierte persönliche Fauxpas in kurzer Zeit in dieser Liste.

Nach Rang fünf in der Steinwüste gab sich Vettel einsilbig, für seine Verhältnisse aber ausgeglichen. Doch in ihm muss es brodeln. Der neutrale Beobachter fühlt sich an die vergangene Saison erinnert, als der Mix aus taktischen, technischen und persönlichen Fehlern zum Verlust des möglichen Titels führte.

Erfolgsdruck auf Vettel ist enorm

In dieser Saison ist die Lage viel früher viel härter. Vettel muss noch offensiver werden, das birgt zusätzliche Risiken. Bei Ferrari merken sie, dass der Paradefahrer in seinem fünften Jahr angeschlagen ist, und dass der 21-jährige Monegasse Leclerc ein ebenbürtiger Gegner ist.

Wird es eine Schonfrist für Vettel geben? Der Erfolgsdruck auf den Hessen ist enorm. „Das ist nicht das, was ich wollte“, sagte er mit leichter Verbitterung. „Leclerc ist ein werdender Champion“, urteilte Mercedes-Teamchef Toto Wolff, „er war sehr beeindruckend und besitzt eine große Persönlichkeit.“

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