Fußball-Oberliga

Zwei Durststrecken beim SV Schermbeck enden endlich

Dominik Milaszewski (Bildmitte) beendete die persönliche Durststrecke und die des Oberligisten SV Schermbeck.

Dominik Milaszewski (Bildmitte) beendete die persönliche Durststrecke und die des Oberligisten SV Schermbeck.

Foto: Jochen Emde/FFS

Schermbeck.  Fußball-Oberligist SV Schermbeck war 282 Minuten ohne Treffer geblieben. Beim 3:0 gegen Sprockhövel endete eine noch viel längere Durststrecke.

Auf der einen Seite standen stolze 884 Minuten, da nahmen sich andererseits die 282 Zeigerumdrehungen noch sehr bescheiden aus. Letztere Zahl beschreibt die Minuten der Torflaute des SV Schermbeck in der Fußball-Oberliga. Doch bereits in der 10. Minute traf Dominik Milaszewski beim 3:0 (2:0)-Heimsieg des SVS gegen die TSG Sprockhövel wieder ins Schwarze. Damit endete für den 34-Jährigen auch eine lange Durststrecke. Zuletzt war Milaszewski zum Saisonstart gegen Westfalia Herne (3:3) erfolgreich, dies war bis gestern das einzige Erfolgserlebnis des in den letzten zwei Spielzeiten eigentlich treffsicheren Stürmers.

„Das freut mich total für Dominik Milaszewski“, sollte SVS-Trainer Thomas Falkowski nach dem Abpfiff sagen. Doch es war nicht nur der gelöste Knoten bei seinem bisher verhinderten Torjäger, der für Zufriedenheit beim 36-Jährigen sorgte. „Das war ein Sieg des Willens und der Mentalität“, sagte der Schermbecker Übungsleiter. Und in der Tat: Die Kicker des Gastgebers warfen sich bei Dauerregen auf einem tiefen Rasenplatz in jede vielversprechende Aktion des Gegner, kauften dem Gast damit vor allen Dingen je näher es zum SVS-Tor ging den Schneid ab.

Starker Auftritt des Youngsters Lukas Steinrötter

Aufgrund der zahlreichen personellen Ausfälle baute Thomas Falkowski auf Lukas Steinrötter und Kapitän Nikolaj Zugcic in der Innenverteidigung. Und was der 19-jährige Steinrötter, der im Sommer von der A-Jugend des MSV Duisburg gekommen ist, mit gutem Stellungsspiel, aber auch Zweikampfstärke abräumte – dies war schon aller Ehren wert. „Die beiden haben einen richtig guten Job erledigt“, lobte ihr Trainer, den zudem das zweite Zu-Null-Spiel in Folge sehr freute.

Dominik Milaszewski auch mit ein wenig Glück

Dem Gastgeber war mit dem Anpfiff anzumerken, dass gegen Sprockhövel endlich der Torfluch beendet werden sollte. Die erste Annäherung von Dominik Hanemann fand noch einen blitzschnell abtauchenden Keeper Azmir Alisic vor (7.). Doch nur 180 Sekunden später kamen die SVS-Kicker nach drei torlosen Spielen wieder zum Jubel zusammen. Milaszewski ließ seinen Gegenspieler aussteigen, frei vor dem TSG-Schlussmann verwandelte er mit etwas Glück zur Führung – Alisic war noch am Ball.

SVS-Torjäger legt zudem direkt das 2:0 nach

Danach wurde Sprockhövel aktiver. Wenn die starke SVS-Defensive mal einen Ball durchkommen ließ, verzogen die Gäste (21.). Ähnlich erging es allerdings auch Milaszewski (24.), der nach feinem Zuspiel von Dominik Göbel dann aber seine Klasse bewies und unhaltbar zum 2:0 ins lange Eck vollstreckte (32.). Göbel (38.) und Sprockhövels Kaan Cosgun, der am Fuß von SVS-Schlussmann Cedric Drobe scheiterte (40.), besaßen die letzten Möglichkeiten im ersten Durchgang.

Nach dem Seitenwechsel versuchte es die TSG mit aller Macht gegen die nun auf Rang neun vorgerückten Schermbecker, allerdings meist mit untauglichen Mitteln. Viele Zuspiele gerieten auf dem nassen Rasen zu weit, letztlich fehlte es auch an Durchschlagskraft. Besser machten es Patrick Rudolph mit einem Lattenkracher (49.) und in der Nachspielzeit Aldin Hodzic. „Wir hatten uns gut auf das Wetter und den Platz eingestellt“, so Falkowski.

So haben sie gespielt

SV Schermbeck: Drobe; Hodzic, Steinrötter, Zugcic, Niewerth, Patrick Rudolph (90. Mertes), Göbel (77. Gerner), Klimczok, Kevin Rudolph (72. Ankomah-Kissi), Hanemann (84. Jacoby), Milaszewski.

Tore: 1:0 Milaszewski (10.), 2:0 Milaszewski (32), 3:0 Hodzic (90).

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