Fußball-Landesliga

Weseler Coach Assfelder bedauert „zwei verlorene Punkte“

Eray Tuncel (rechts) brachte in der Schlussphase noch einmal Schwung.

Eray Tuncel (rechts) brachte in der Schlussphase noch einmal Schwung.

Foto: foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Wesel.  Die Landesliga-Fußballer des PSV Lackhausen haben in der Schlussphase große Chancen auf den Sieg in Kapellen-Erft. Foulelfmeter über das Tor.

Vor dem Anpfiff war sich das Häuflein mitgereister Anhänger des PSV Lackhausen einig. Ein Unentschieden im Verfolgerduell der Fußball-Landesliga beim Aufstiegsaspiranten SC Kapellen-Erft hätten die Gästefans als Erfolg verbucht. Auch nach dem Schlusspfiff von Ertugrul Usta herrschte bei den Weseler Schlachtenbummlern Einigkeit. Das torlose Remis war aus ihrer Sicht nun eindeutig zu wenig. Trainer Björn Assfelder tat sich ein wenig schwerer mit der Einordnung, befand nach kurzem Grübeln aber auch: „Das waren dann wohl zwei verlorene Punkte.“

Um zu dieser Feststellung zu kommen, musste Assfelder nur die letzte Viertelstunde auf dem Kunstrasen des Jupp-Breuer-Stadions Revue passieren lassen. Denn in der Schlussphase hatte sein Team, das über die gesamte Spielzeit nur ganz wenige Möglichkeiten der Hausherren zuließ, gleich drei Hochkaräter ausgelassen. Die größte Chance auf den Dreier vergab dabei Kapitän Johannes Bruns, der in der 79. Minute einen Foulelfmeter knapp über das von Nico Bayer gehütete Kapellener Tor setzte. Dabei hätte der dem Strafstoß vorangegangene Angriff der Gäste schon allein einen Treffer verdient gehabt. Nach Zuspiel von Nico Giese leitete der gerade eingewechselte Eray Tuncel sehenswert mit der Hacke auf Linus Dersch weiter, der allein vor Bayer nur noch per Sense gestoppt werden konnte.

Giese übersieht Dersch und Tuncel

Auch nach dem vergebenen Elfer ergaben sich noch gute Gelegenheiten für Lackhausen, weil Kapellen sich zu Hause ganz offensichtlich nicht mit einem Punkt zufrieden geben wollte und dabei die defensive Ordnung verlor. Doch einmal zögerte der einschussbereite Tuncel einen Tick zu lange (83.), kurz darauf fehlte Nico Giese die Übersicht, als der Weseler 25 Meter vor dem gegnerischen Kasten ins Dribbling ging und dabei die völlig freien Dersch und Tuncel neben ihm übersah (85.). Dass Gieses Zwillingsbruder Timo Giese zwei Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz musste, beeinträchtige den Weseler Schlussspurt dann naturgemäß ein wenig. Dem SC fiel aber auch nichts mehr ein. Einmal noch musste Bruns einen Kapellener Freistoß aus dem eigenen Strafraum schlagen, dann war Schluss.

Klejonkin im Mittelfeld

„Kapellen ist wirklich schwierig zu bespielen, aber wir haben das eigentlich sehr gut gemacht, wobei mir die zweite Hälfte noch ein bisschen besser gefallen hat“, lobte Assfelder. Der PSV-Coach hatte den Kontrahenten am Mittwoch noch einmal bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Oberligist Kleve im Niederrheinpokal über 120 Minuten beobachten können und dabei offenbar die richtigen Schlüsse gezogen. Seine Schützlinge setzten den Plan dann auch gut um, agierten diszipliniert und ruhig, versuchten die Gastgeber laufen zu lassen, um dann immer wieder Nadelstiche zu setzen. Dass Assfelder Viktor Klejonkin in Hälfte zwei einmal mehr aus dem Sturm ins Mittelfeld zurückzog, machte den PSV tatsächlich noch ein bisschen besser. Und auch der einige Wochen verletzte Tuncel brachte noch einmal Schwung.

PSV: Olschewski; Fuchs, Bruns, Laader, T. Giese, Kötter, Kasparek (66. Eisenstein), Dersch, N. Giese, Sadek (75. Tuncel), Klejonkin.

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