Fußball

SV Schermbeck gewinnt Pokal-Krimi nach Elfmeterschießen

Sein Elfmeter brachte das Viertelfinale: Aldin Hodzic.

Sein Elfmeter brachte das Viertelfinale: Aldin Hodzic.

Foto: Lars Fröhlich/FFS

Schermbeck.  Fußball-Oberligist SV Schermbeck hat das Viertelfinale im Verbandspokal nach Elfmeterschießen erreicht. Dabei sprach lange wenig für den SVS.

Der SV Schermbeck hat sich ins Viertelfinale des westfälischen Verbandspokals gezittert. Beim Landesligisten BSV Menden aus dem Sauerland gewann der Fußball-Oberligist mit 6:5 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen. Direkt nach den 90 Minuten fiel die Entscheidung vom Punkt aus. Sicherlich kein Nachteil für die Schermbecker, die zum Ende der regulären Spielzeit nur noch mit acht Feldspielern auf dem Platz gestanden hatte. Raphael Niehoff (40./grobes Foul) und Kevin Mule-Ewald (78./Tätlichkeit) waren mit Roten Karten vom Platz geflogen. Im Viertelfinale geht es gegen den Sieger aus Preußen Espelkamp gegen DSC Wanne-Eickel.

Durch die Platzverweise war das Weiterkommen natürlich auch für Thomas Falkowski ein wenig getrübt. „Das hat nun Sperren in der Meisterschaft zur Folge“, wusste der Trainer. Angesichts der sowieso bereits prekären personellen Situation zwei weitere Rückschläger für den Oberligisten. Allerdings war der emotional sichtlich aufgewühlte 36-Jährige auch stolz auf seine Truppe. „Dieser Sieg mit so einer Moral gibt auch einen Schub für die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft. Schließlich ist alles gegen uns gelaufen“, sagte Falkowski.

Kevin Rudolph scheitert mit Foulelfmeter

Zunächst war seine Elf nach einer Standardsituation in Rückstand geraten (32.). Per Kopf hatte der Gastgeber den Innenpfosten getroffen, der Schiedsrichterassistent sah den Ball hinter der Linie. Mit der Roten Karte gegen Raphael Niehoff (40.) schien das Pokalaus des Favoriten seinen Lauf zu nehmen. Als dann auch noch Kevin Rudolph mit einem Foulelfmeter, Dominik Göbel war gelegt worden, am Mendener Keeper gescheitert war (72.), sprach eigentlich nichts mehr für den Gast.

Doch Kevin Rudolph wurde kurze Zeit später vom Pechvogel zum Glückspilz. Einen Freistoß aus 18 Metern setzte er unhaltbar zum Ausgleich in den Winkel (75.). Nach Mule-Ewalds Platzverweis rettete sich der SVS ins Elfmeterschießen. Dominik Milaszewski, Nikolaj Zugcic, Kevin Rudolph und Lukas Steinrötter legten nach den Mendener Treffern erfolgreich nach. Dann zielte der BSV-Akteur zu hoch und Aldin Hodzic ließ den SVS jubeln.

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