Handball-Verbandsliga

HSG Wesel will mit einem Heimsieg in der Tabelle klettern

Tobias Hermann (rechts) und die HSG Wesel treffen am Samstag auf die Turnerschaft Lürrip.

Tobias Hermann (rechts) und die HSG Wesel treffen am Samstag auf die Turnerschaft Lürrip.

Foto: Gerd Hermann/FFS

Wesel.  Vor der Pause trifft Handball-Verbandsligist HSG Wesel Samstag auf die Tschft. Lürrip. Mit einem Sieg soll es aus den Tabellenniederungen gehen.

Vor dem Heimspiel gegen die Turnerschaft Lürrip am Samstagabend (18 Uhr, Halle Nord) stehen die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel schon ein wenig unter Druck. Die Formkurve des Teams von Jan Mittelsdorf zeigt zwar gegenwärtig von Woche zu Woche nach oben, in der Tabelle bildet sich das derzeit allerdings noch nicht ab. Mit nur einem Sieg aus den bisherigen vier Begegnungen stecken die Weseler in den unteren Regionen fest.

Insofern nähme ein Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse ein wenig Dampf vom Kessel und könnte helfen, sich vor der dreiwöchigen Spielpause ins gesicherte Mittelfeld abzusetzen. „Natürlich wollen wir zu Hause punkten und das Spiel gewinnen, etwas anderes zu behaupten, wäre Unfug”, so der Trainer der HSG. „Dennoch wird das eine ambitionierte Aufgabe, die wir da zu lösen haben.”

HSG muss Kreisläufer und Keeper besonders beachten

Der Gegner aus der Mönchengladbacher Vorstadt ist zwar Landesliga-Aufsteiger und noch dabei, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. „Von den Ergebnissen aber haben sie das bislang beachtlich gemacht”, sagt Mittelsorf, der darauf verweist, dass dem Neuling sogar ein Sieg daheim gegen die Zweitvertretung von Adler Königshof gelungen ist (27:25). Besonders stark sind die Lürriper Handballer im Tor und am Kreis besetzt. „Da gilt es für uns, die Spielfreude des Kreisläufers einzudämmen und den Keeper nicht bundesligareif zu werfen”, sagt der Coach.

Chancenverwertung ist das bisher größte Manko

Das aber setzt voraus, dass die HSG ihr bislang größtes Manko endlich in den Griff bekommt. Die Chancenverwertung insgesamt war nicht befriedigend und noch am vergangenen Wochenende Grund für die knappe 22:25-Niederlage bei HSG RW Oberhausen TV. Voraussetzung dafür ist, dass die Weseler nicht nur 30 gute Minuten anbieten, sondern das, „was wir können, auch mal kontinuierlich über die gesamte Spielzeit auf die Platte bringen”.

Beim Stichwort „Kontinuität” will Mittelsdorf mit seinem Team ansetzen und dem Gegner aus Lürrip das eigene Spiel aufdrücken. „Wir wollen mit der Unterstützung unserer Fans Flagge zeigen und die Punkte unbedingt hier behalten”, so der Trainer.

Da trifft es sich schlecht, dass ausgerechnet im letzten Spiel vor der langen Pause Fabian Hoffmann, einziger Neuzugang der HSG und längst schon zentraler Spieler im Team, urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stehen wird. Und auch Michael Steffens, der noch immer an seiner Ellbogenverletzung laboriert, muss passen. „Diese beiden Ausfälle nehmen uns angesichts unserer schmalen Personaldecke ein gewisses Maß an Spielraum”, so Mittelsdorf. „Aber das müssen und werden wir verkraften.”

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben