Handball-Verbandsliga

Happy End für die HSG Wesel nach einem Krimi

Steuerte sechs Treffer zum wichtigen 28:27-Heimerfolg, dem zweiten Sieg in dieser Saison, des Verbandsligisten HSG Wesel gegen die Tschft. Lürrip bei: Niklas Borowski (links).

Steuerte sechs Treffer zum wichtigen 28:27-Heimerfolg, dem zweiten Sieg in dieser Saison, des Verbandsligisten HSG Wesel gegen die Tschft. Lürrip bei: Niklas Borowski (links).

Foto: Gerd Hermann/FFS

Wesel.  Die HSG Wesel hat sich mit einem 28:27-Heimerfolg gegen Tschft. Lürrip in ihre vierwöchige Pause der Handball-Verbandsliga verabschiedet.

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Das war nichts für schwache Nerven: Erst in allerletzter Sekunde gelang den Verbandsliga-Handballern der HSG Wesel im Heimspiel gegen die Turnerschaft Lürrip der zweite doppelte Punktgewinn dieser noch jungen Saison. Dank eines Tores ihres Rückraumspielers Justin Rotte quasi mit der Schlusssirene bezwang das Team von Trainer Jan Mittelsdorf den Aufsteiger aus der Mönchengladbacher Vorstadt mit 28:27 (12:13) und kann der nun folgenden vierwöchigen Spielpause von einem Mittelfeldplatz aus entspannt entgegensehen. „Der Sieg war am Ende glücklich, wenn auch nicht unverdient”, sagte der HSG-Coach unmittelbar nach Spielende. „Die Erleichterung ist sowohl bei mir als auch beim gesamten Team spürbar. Das war ein Sieg für die Seele.”

Wie sehr die Weseler Handballer diesen Erfolg wollten, war von Beginn an zu spüren. Nach nicht einmal drei Minuten führten die Hausherren, die loslegten wie die Feuerwehr, bereits mit 3:0. Diesen Vorsprung verteidigte das Mittelsdorf-Team bis in die Mitte der ersten Halbzeit (9:6/16.). „Wir haben furios begonnen”, so der Trainer der Gastgeber, „in der Folge dann aber den Faden verloren.” Vier gegnerische Treffer in Serie führten dazu, dass die HSG plötzlich mit 9:10 (22.) im Hintertreffen lag und diesen Rückstand bis zur Pause nicht mehr wettmachen konnte. Mit 12:13 wurden die Seiten gewechselt. „In der Phase haben wir uns vom Tempoverschleppen des Gegners einlullen lassen”, so der Weseler Coach.

Justin Rotte lässt die HSG Wesel jubeln

Nach dem Seitenwechsel blieb die HSG aber am Gegner dran, führte zwischenzeitlich auch mal mit einem Tor (18:17/37., 20:19/40.), konnte sich allerdings nicht mehr weiter absetzen. „Wir hatten massive Probleme mit dem gegnerischen Kreisläufer, den wir nie richtig in den Griff bekommen haben”, so Mittelsdorf.

Als Lürrip zwei Minuten vor dem Ende noch immer mit zwei Toren in Führung lag (25:27), schienen die Chancen der Weseler auf Punkte bereits komplett dahin. Doch Niklas Borowski 112 Sekunden vor dem Ende, Philipp Müngersdorf 75 Sekunden vor Schluss und eben Justin Rotte Zehntelsekunden vor der letzten Sirene sorgten für den vielumjubelten Erfolg der Weseler.

„Dass wir dieses Match noch drehen konnten, ist fast unglaublich”, strahlte der HSG-Trainer. „Wir haben in der Auszeit 15 Sekunden vor dem Ende besprochen, was wir machen wollen. Dass es funktioniert hat, ist ein wunderschöner Wahnsinn“, fügte Jan Mittelsdorf hinzu.

HSG: Hillig, Hünting; Müngersdorf (9/1), Borowski (6), Vengels, Brinkmann (2), Nicolai, Rotte (6), Daniel Weber (3/1), Popovic, Hermann (2), Rippin, Jacobi.

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