Jugendfußball

Ein Meister, der allerdings nicht aufsteigen darf

Das Meisterteam der Jugendspielgemeinschaft Dingden/Lankern (hinten, von links): Noel Logewa, Trainer Timo Holtkamp, Daniel Kruse, Arne Brune, Moritz Holthausen, Rouven van der Linde, Linus Schmied, Niklas van Cleve, Lars Angenendt und Jari Kaiser; (vorne, von links): Abdullah Hassenyi, Bjarne Kaiser, Ben Elschner, Jannis Helmert, Finn Niemann, Simon Schluse, Niklas Schmitz und Jonah Koopmann. Es fehlen: Nico Terörde, Lars Dahlhaus und Co-Trainer Christian Elschner.

Das Meisterteam der Jugendspielgemeinschaft Dingden/Lankern (hinten, von links): Noel Logewa, Trainer Timo Holtkamp, Daniel Kruse, Arne Brune, Moritz Holthausen, Rouven van der Linde, Linus Schmied, Niklas van Cleve, Lars Angenendt und Jari Kaiser; (vorne, von links): Abdullah Hassenyi, Bjarne Kaiser, Ben Elschner, Jannis Helmert, Finn Niemann, Simon Schluse, Niklas Schmitz und Jonah Koopmann. Es fehlen: Nico Terörde, Lars Dahlhaus und Co-Trainer Christian Elschner.

Foto: Gerd Hermann

Hamminkeln.   Die C-Juniorenkicker der JSG Dingden/Lankern sind Meister in der Leistungsklasse. Doch eine Klasse höher kann das Team nicht mehr klettern.

Ein kleiner Wermutstropfen mischt sich in den Jubel. Die C-Juniorenkicker der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Dingden/Lankern haben die Meisterschaft in der Leistungsklasse durch den 5:0-Heimerfolg über den STV Hünxe zwar perfekt gemacht (die NRZ berichtete), doch es geht nicht weiter für das Team. Eigentlich steht nach einem derartigen Erfolg die Aufstiegsrunde zur Niederrheinliga an, doch nicht für eine JSG.

Denn nicht alle Kreise im Fußballverband Niederrhein (FVN) lassen eine JSG überhaupt für die Leistungsklasse zu. So ist beim FVN auch kein Aufstieg in die Niederrheinliga erlaubt. „Mannschaften von Jugendspielgemeinschaften können nicht an überkreislichen Pflichtspielen teilnehmen... Dies betrifft vor allem Spiele um den Niederrheinpokal und den Aufstieg in die Junioren-Niederrheinligen“, heißt es im entsprechenden Passus.

Vergangene Saison noch als BW Dingden im Rennen

Eine Einschränkung, die in der vergangenen Saison das Team von Trainer Timo Holtkamp überhaupt nicht tangiert hätte. Denn damals war die C-Jugend noch als BW Dingden in der Leistungsklasse unterwegs, belegte den fünften Rang. „Im Nachhinein ist das jetzt natürlich sehr ärgerlich“, sagt der Coach. Zumal alle Akteure seiner Truppe BW Dingden angehören. Doch vor der aktuellen Spielzeit wurde auch eine C II angemeldet, die bestückt mit Kickern aus Dingden und Lankern in den Spielbetrieb ging. Und damit als JSG – ein weiteres Team dieser Altersklasse darf dann nicht mehr unter einem Vereinsnamen gemeldet werden.

Für Timo Holtkamp war der Start als JSG auch überhaupt kein Problem – vor der Spielzeit. „Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir am Ende ganz oben stehen würden. Denn der STV Hünxe zählte als absoluter Meisterschaftsfavorit, direkt dahinter kam den VfL Rhede“, erzählt der Coach, der in der Dingdener Bezirksliga-Elf um den Aufstieg in die Landesliga kämpft. Mit seinen C-Junioren kassierte er in der Rückrunde nur eine Niederlage, 0:2 gegen Rhede – dies waren auch die einzigen Gegentreffer in der zweiten Serie. In der ersten Runde hatte es Unentschieden gegen Rhede (0:0) und Hünxe (1:1) sowie ein 1:2 gegen den PSV Lackhausen gegeben. Die restlichen 13 Partien gewann die JSG.

Timo Holtkamp pausiert nächste Spielzeit als Trainer

Ein Erfolg am letzten Spieltag kann noch hinzukommen, dann geht es in die Pflichtspielpause. „Schade, in der Qualifikation warten schon namhafte Gegner“, bedauert Holtkamp, dass sein aus zehn Akteuren des älteren und acht des jüngeren Jahrgangs bestehende Team außen vor ist. Den Großteil der Mannschaft kennt er bereits seit Jahren. „Wir haben nicht den einen überragenden Spieler. Der unglaublich starke Zusammenhalt der Mannschaft ist unfassbar“, so der 23-Jährige. Es sei schon sehr schade, dass das Team „nicht mit der Qualifikation belohnt wird“.

In der kommenden Spielzeit legt Timo Holtkamp übrigens erst mal eine Pause ein, er will sich komplett auf seine Rolle als Akteur der ersten Mannschaft konzentrieren. „Die Entscheidung ist schwer gefallen, aber ich bin auch erleichtert“, sagt er. Schließlich war das Abschalten vom Fußball praktisch unmöglich. Drei Trainingseinheiten mit den Senioren, zwei mit der C-Jugend, ein Spiel Samstag und eines am Sonntag – nur der Dienstag war frei.

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