Poolbillard

Die Wanderjahre des Jubilars 1. PBSC Wesel

Gehörte dem Team des 1. PBSC Wesel an, das zuletzt in die Regionalliga aufstieg: Torben Kretzschmann, der im Vorstand des gerade 40 Jahre alt gewordenen Vereins als Jugendwart arbeitet.

Gehörte dem Team des 1. PBSC Wesel an, das zuletzt in die Regionalliga aufstieg: Torben Kretzschmann, der im Vorstand des gerade 40 Jahre alt gewordenen Vereins als Jugendwart arbeitet.

Foto: NRZ

Wesel.  Der Poolbillardverein 1. PBSC Wesel hat in den 40 Jahren seines Bestehens einige Stationen hinter sich. In die 2. Bundesliga ging es auch schon.

Die ersten Jahre gestalteten sich als Wanderjahre. Seinen Namen legte der 1. PBSC Wesel allerdings nie ab, egal in welcher Gemeinde oder Stadt er seine Zelte aufschlug. Seit mittlerweile vier Jahrzehnten existiert der Poolbillard-Verein, der das Jubiläum am Samstag feiert. Lange hatte der Klub vergeblich nach einer richtigen Heimstätte mit Vereinsheim gesucht, er fand ein Jahr Unterschlupf in Isselburg und mehrere Jahre in Bocholt. An der Fusternberger Straße befindet sich seit 2002 die Heimat des Jubilars. „Auf unser Vereinsheim sind wir mega stolz“, sagt Hardy Heweling, der mehr als ein Vierteljahrhundert im PBSC-Vorstand arbeitete.

Erst richteten sich die Poolbillardspieler im Erdgeschoss des Gebäudes ein. Etwa ein Vierteljahr nahm der Umbau in Anspruch. Erst 2009 kam das Obergeschoss an die Reihe, eine komplette Spielzeit ging bis zur Fertigstellung ins Land. Besonders stolz sind die Verantwortlichen, dass alles in Eigenregie erledigt wurde. Die Vereinsmitglieder packten mit an. „Wir haben auch ein sehr gutes Vereinsleben“, erläutert Heweling.

Frank Heun hält den Verein zusammen

Dies hatte vor 40 Jahren mit einigen wenigen Poolbillard-Begeisterten begonnen. „Damals waren wir ein richtig kleiner Verein“, erzählt Jim Meininghaus, der als Nachfolger von Frank Heun seit etwas eineinhalb Jahren den Klub leitet. Seinen Vorgänger lobt der 40-Jährige in den höchsten Tönen. „Ohne ihn würde der Verein möglicherweise gar nicht mehr existieren oder wenn doch, dann kleiner und in einer anderen Form“, so Meininghaus. Heun habe den Verein zusammengehalten und letztlich auch das aktuelle Gebäude ausfindig gemacht.

1. PBSC Wesel zieht nach Isselburg und Bocholt

Rund 13 Jahre nach der Gründung erfolgte für den 1. PBSC der Umzug nach Isselburg. Damit einher ging der Aufstieg in die 2. Bundesliga, deren Spiele nach dem kurzen Isselburg-Intermezzo in Bocholt ausgetragen wurden. „Wir sind in einer 18er-Gruppe Zehnter geworden“, erinnert sich der damalige Spieler des ersten Teams, Hardy Heweling. Zusammen mit Tim Schneider, Michael Ohlig, Holger Gurzan und Rüdiger Riemer reichte dies nicht zum Klassenerhalt, da die 1. und 2. Liga auf je acht Teams reduziert wurde.

Mehr Artikel zum Sport aus Wesel, Hamminkeln und Schermbeck Das Kunststück der Rückkehr gelang dem Verein nicht, der von Bocholt aus 2001 für zwölf Monate am Kornmarkt unterkam. „Wir wollten uns aber immer vom Kneipensport absetzen“, erzählt Heweling. Mit dem Vereinsheim und sechs Tischen ist dies bestens gelungen. Und sportlich hob sich die dritthöchste Klasse (Regionalliga) in den Spielzeiten 2014/15 und 2016/17 auch stark vom Kneipensport ab.

Rund 70 Mitglieder zählt der 1. PBSC Wesel derzeit, vier Teams sind in der Oberliga und Kreisliga vertreten. In besten Zeiten waren es auch schon mal sieben Mannschaften, meist jedoch sechs. Rund 90 Mitglieder Anfang der 2000er-Jahre bildeten den Höchststand. „Die 100 haben wir leider nie geschafft“, bedauert Hardy Heweling. Mit etwa 70 Sportlern „sind wir im Billardbereich kein gerade kleiner Verein“, fügt Jim Meininghaus hinzu. Und einer mit einer richtigen Heimat...

„Trickstoß“-Weltmeister zeigt sein Können

Das Jubiläum will der Poolbillard-Verein am kommenden Samstag (19. Oktober) in seinen Räumlichkeiten an der Fusternberger Straße feiern. Um 10 Uhr geht es los, Vorsitzender Jim Meininghaus eröffnet die Feierlichkeiten. Ab 11 Uhr zeigt ein ganz besonderer Gast sein Können am Billardtisch. Ralph Eckert, der sich vor 15 Jahren in Los Angeles den offiziellen Weltmeistertitel in der Disziplin „Trickstoß“ sicherte, wird seine Show präsentieren. Der gebürtige Mannheimer, der mittlerweile in Berlin lebt, hat sich in der Billardszene zudem einen Namen als Trainer und Autor gemacht. Auch wer selbst einmal zum Queue greifen möchte, kann dies im Rahmen eines kleinen Turniers mit zugelostem Doppelpartner.

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