Fußball-Oberliga

Der Traum vom DFB-Pokal lebt beim SV Schermbeck

Oberliga-Aufstieg, Klassenerhalt und nun Platz neun: Für Trainer Thomas Falkowski läuft es beim SV Schermbeck.

Oberliga-Aufstieg, Klassenerhalt und nun Platz neun: Für Trainer Thomas Falkowski läuft es beim SV Schermbeck.

Foto: Markus Joosten/FFS

Schermbeck.  Seine dritte Saison bestreitet Thomas Falkowski als Trainer des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck. Und da gibt es für ihn einiges Neues.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das zweite Jahr nach dem Aufstieg gilt gegenüber der ersten Saison häufig als schwieriger. In der vergangenen Spielzeit kam der SV Schermbeck als Neuling auf den bemerkenswerten sechsten Platz in der Fußball-Oberliga Westfalen, aktuell liegt die Mannschaft von Trainer Thomas Falkowski auf Rang neun. Zudem hat der SVS im Westfalenpokal das Viertelfinale erreicht. Die NRZ sprach mit dem 36-jährigen Coach, der das Team zu Beginn der Saison 2017/18 als Westfalenligist übernommen hatte.

Nur noch vier Spiele sind bis zum Ende der Hinrunde zu absolvieren. Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz aus?

Thomas Falkowski: Aufgrund der Gesamtsituation durchweg positiv. Bisher hatten wir jede Menge Verletzungspech, hinzu kamen gesperrte Spieler. Wenn zehn Kicker wegbrechen, dann muss man auch mal kleinere Brötchen backen. Trotzdem haben wir einen großen Abstand nach unten.

Neue Erfahrung für den Schermbecker Trainer

Haben Sie in Ihrer bisherigen Trainerkarriere schon einmal so viele Ausfälle verkraften müssen?

Nein, noch nie – es ist für mich totales Neuland. Das ist wirklich heftig, denn wir hatten schon mehrere solcher Phasen in dieser Saison. Da ist einiges eingeprasselt auf uns. Aber daraus lernt man als Trainer ja auch.

Ist durch die Ausfallliste der Platz neun überhaupt aussagefähig? Oder wäre mit ihrem Wunschteam noch viel mehr möglich gewesen?

Ich glaube schon, dass etwas mehr möglich gewesen wäre. Aber wenn ich auf die Ist-Situation schaue, dann sind 19 Punkte nicht ganz so verkehrt.

Henning Jacoby schon vor zwei Jahren auf der Liste

Die lange Ausfallliste hat einige Spieler aus der Reserve in den Oberliga-Kader geführt. Und die lösen ihre Aufgaben sehr ordentlich. Haben Sie deren Potenzial unterschätzt?

Die jungen Burschen entwickeln sich alle auch bei uns im Training weiter. Das ist einfach schön zu sehen. Einen Spieler wie Henning Jacoby wollte ich schon vor zwei Jahren haben. Damals ist er bei TuS Haltern geblieben. Jetzt hat er es über Umwege geschafft. Es ist nicht so, dass wir das Talent nicht gesehen hätten. Ich arbeite auch sehr eng mit Sleiman Salha zusammen, dem Trainer unserer Reserve in der A-Liga.

Bisher hat es in 13 Spielen nur zu 13 Treffern gereicht, allein das Schlusslicht aus Hamm hat noch seltener getroffen. Mit drei erzielten Toren hat Ihr Team auswärts sieben Punkte geholt. Warum läuft es vorne nicht wirklich rund?

Das Manko ist nicht von der Hand zu weisen. Wir erspielen uns viele Chancen, verpassen es dann aber, den Lucky Punch zu setzen. Vorne haben wir wirklich noch einiges an Luft nach oben.

Was ist für den SVS in dieser Saison noch drin?

Zunächst wollen wir bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich holen. Ich bin eher der Typ, der sich erst einmal auf die 40 Zähler für den Klassenerhalt konzentriert. Danach sehen wir weiter. In der Winterpause ist es dann auch so, dass wir durch die hoffentlich wieder genesenen Langzeitverletzten praktisch einige Neuzugänge haben. Mit denen möchte ich mehr Zähler holen als in der ersten Serie.

Im Verbandspokal stehen Sie mit dem SV Schermbeck im Viertelfinale, am 20. November geht es gegen den Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel. Wie realistisch ist der Traum vom Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde?

Der Traum lebt, und er ist realistisch. Ich bin schon immer ein Verfechter des Pokalwettbewerbs gewesen. Dabei ist jede Runde mega schwer. Auch das Viertelfinale gegen Wanne-Eickel, denn in meinen Augen ist der Gegner vom Personal her eher ein Oberligist. Wir werden alles geben, damit es reicht. Danach wird das Halbfinale ausgelost, dann ist auch alles möglich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben