Fußball-Landesliga

BW Dingden bleibt Kunstrasen auch ohne Sieg treu

Timo Holtkamp (rechts) und der Neuling BW Dingden empfangen bereits am Samstag die Elf von TuS Fichte Lintfort. Michael Leyking (im Hintergrund) fällt mit einem Bänderriss aus.

Timo Holtkamp (rechts) und der Neuling BW Dingden empfangen bereits am Samstag die Elf von TuS Fichte Lintfort. Michael Leyking (im Hintergrund) fällt mit einem Bänderriss aus.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Hamminkeln.  Fußball-Landesligist BW Dingden ist auf dem eigenen Kunstrasen noch sieglos. Trotzdem geht es am Samstag gegen Lintfort aufs künstliche Geläuf.

Beim Fußball-Landesligisten BW Dingden ist der Mut zurück. Nach acht sieglosen Spielen in Folge gingen die Blau-Weißen am vergangenen Sonntag durch das 2:1 beim TSV Meerbusch II wieder als Sieger vom Platz – das dritte Mal überhaupt in dieser Spielzeit. „Das tat uns allen richtig gut“, sagt BWD-Trainer Dirk Juch. Bereits am Samstag (17 Uhr) empfängt der Aufsteiger, der auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz geklettert ist, den TuS Fichte Lintfort.

Der kommende Gegner weist in der Tabelle derzeit fünf Zähler mehr auf als die Dingdener. „Das Team hat unsere Kragenweite“, meint der Dingdener Übungsleiter. Fraglich, ob er unabhängig vom jüngsten Erfolg zu einer ähnlichen Einschätzung gekommen wäre. Grund für diese Annahme von Dirk Juch ist allerdings weniger die Tabelle als seine eigene Beobachtung. Er hat sich den TuS vor wenigen Wochen höchstpersönlich angeschaut.

Vertrauen in die eigene Stärke ist zurückgekehrt

Dass Dirk Juch sein Team trotz eines Fünf-Punkte-Rückstands auf Augenhöhe mit dem TuS sieht, zeigt, dass am Mumbecker Bach das Vertrauen in die eigene Stärke wieder vorhanden ist. Das Dingdener Selbstbewusstsein war nach der 2:4-Heimschlappe gegen den Nachbarn VfL Rhede schwer angeknackst. Die Ernüchterung war so groß, dass der BWD-Trainer erstmals Zweifel an der Liga-Tauglichkeit des Kaders geäußert hatte. Auch, wenn für die Winterpause weiterhin aktiv nach Offensiv-Personal gesucht wird, so hat der Sieg am vergangenen Sonntag die Gemüter wohl erst einmal wieder besänftigt.

Trainer Dirk Juch muss Viererkette wieder umbauen

Nicht nur, dass die Stimmung bei Spielern und Verantwortlichen wieder ins Positive umschlug. Die hart erkämpften drei Punkte sorgten auch für eine wichtige Erkenntnis. „Wir haben das erste Mal auch körperlich richtig dagegengehalten. Und jeder hat gesehen, dass es nur so geht. Mit der richtigen Mischung aus Fußball und Robustheit können wir mithalten“, so Juch, der durch seine personellen Umstellungen im Defensivbereich auch einen Anteil am Erfolg hatte.

Die neuformierte Viererkette muss der Dingdener Übungsleiter heute jedoch auf drei Positionen schon wieder umbauen. Denn Julian Weirather (privat verhindert), Gerrit Lange (beruflich verhindert) und Michael Leyking (Bänderriss) fallen aus. Für sie werden wohl Daniel Meyering, Rückkehrer Deniz Tulgay – er war zuletzt privat verhindert – und Youngster Tillmann Kruse in der Anfangsformation stehen. Letzterer war bisher nicht über Joker-Einsätze hinausgekommen. „Tillmann trainiert gut und hat sich die Chance verdient“, sagt Dirk Juch. Für Sebastian Kamps und Christoph Rülfing (beide Muskelverletzungen) reicht es noch nicht, um eine Rolle zu spielen.

Auch, wenn die Bilanz auf dem eigenen Kunstrasenplatz für die Dingdener alles andere als gut ist, so bleiben sie dem Geläuf treu. Technisch starken Gegnern hatte der Untergrund einige Male in die Karten gespielt. Den bisher einzigen Heimsieg holte sein Team noch im Sommer auf dem Rasenplatz. „Wir spielen aber einfach gerne auf dem Kunstrasen. Ich halte nichts davon, aus welchen Gründen auch immer, jetzt auf den Rasenplatz zu wechseln“, stellt Dirk Juch klar.

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