2. Volleyball-Bundesliga

BW Dingden bereitet Rauschzustand des Aufsteigers Sorgen

Katrin Kappmeyer (links) fehlt BW Dingden am Sonntag zum Gastspiel beim Aufsteiger BSV Ostbevern.

Katrin Kappmeyer (links) fehlt BW Dingden am Sonntag zum Gastspiel beim Aufsteiger BSV Ostbevern.

Foto: BWD

Hamminkeln.  Marinus Wouterse hat den Gegner zwei Mal beobachtet. Der Trainer des Volleyball-Zweitligisten BW Dingden hat ein euphorisches Ostbevern erlebt.

Vor der Saison war die Liga für Marinus Wouterse komplettes Neuland. Zwei Spiele Erfahrung – mit einer 2:3-Niederlage und einem 3:2-Sieg – besitzt er nun als neuer Trainer des Volleyball-Zweitligisten BW Dingden. In Sachen Sonntag-Gegner machte er sich ebenfalls schlau. Den Neuling BSV Ostbevern, der um 16 Uhr die Blau-Weißen empfängt, nahm er bei den beiden 3:2-Siegen unter die Lupe. Dabei sammelte der Niederländer in Diensten der Dingdener einige wertvolle Erkenntnisse.

Den Neuling hat Wouterse von seiner sehr emotionalen Seite kennengelernt. „Die waren extrem euphorisch“, erinnert sich der 63-Jährige. Teilweise hätten sich die Volleyballerinnen aus Ostbevern bei den Erfolgen gegen den SV Bad Laer und den VfL Oythe in einen Rausch hineingesteigert. „Gegen so eine Mannschaft zu spielen, dies ist immer schwierig. Deshalb gilt es zu verhindern, dass die sich in einen Rausch spielen“, sagt Wouterse.

25:8 gegen einen niederländischen Erstligisten

Dass dies auch bei den Blau-Weißen passieren kann, erlebte der Coach im Testspiel gegen das Genneper Team der Fast Flamingo’s aus der Eredivisie, der höchsten niederländischen Klasse. Mit nur acht Spielerinnen angetreten, fertigten die Blau-Weißen das Genneper Team, das am Wochenende in die neue Saison startet, im ersten Satz mit 25:8 ab. „Wenn wir ins Spiel kommen, dann ist es fast egal, wer auf dem Feld steht“, sagt der Coach. Letztlich unterlag BWD mit 1:3, aber die verlorenen Sätze „endeten jeweils sehr knapp“, so Marinus Wouterse.

Natürlich ist es nicht gänzlich unerheblich, wer beim Zweitligisten aus dem Volleyball-Dorf im Kader steht. Dies weiß auch der Coach. Zumal er in Ostbevern auf Katrin Kappmeyer (beruflich verhindert) verzichten muss. „Das ist eine Schwächung und spricht gegen uns“, sagt Marinus Wouterse. Er müsse sehen, wie der Ausfall zu kompensieren sei. Eva Schmitz und Julia Neuhäuser, die am vergangenen Pokal-Wochenende in Köln noch gefehlt hatten, stehen dagegen wieder zur Verfügung. In den Augen Wouterses coacht er ein Team, das „gegen jede Mannschaft der 2. Bundesliga Punkte holen kann“. Im Nordosten des Münsterlandes ist dies auch das Ziel.

Am 18. Oktober kehrt Neuzugang Sarah Kuipers von ihrem Südafrika-Aufenthalt zurück. Bis zu ihrem ersten möglichen Einsatz am 9. November (gegen Allbau Essen) stehen noch einige Trainingseinheiten an. Da spielt der Terminplan dem Trainer in die Karten.

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