Reitsport-Serie

Drei Fragen und Antworten auf dem Weg in den Sattel

Jonny Hilberath (links) und Monica Theodorescu, Bundestrainer der deutschen Dressurreiter, blicken auf die Dressurreiterin Fabienne Müller-Lütkemeier auf Fabregaz beim Grand Prix Special der Dressur während der DM in Balve.

Jonny Hilberath (links) und Monica Theodorescu, Bundestrainer der deutschen Dressurreiter, blicken auf die Dressurreiterin Fabienne Müller-Lütkemeier auf Fabregaz beim Grand Prix Special der Dressur während der DM in Balve.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Paderborn.  Die Wege in den Reitsport sind nicht immer so vorgezeichnet wie der von Fabienne Müller-Lütkemeier. Wir geben Antworten auf drei wichtige Fragen.

Ihr Weg in den Reitsport war vorgezeichnet – bei der Mutter und bei der Tante. „Bis fünf Tage vor meiner Geburt saß meine Mutter noch im Sattel“, erklärt die Dressurreiterin Fabienne Müller-Lütkemeier aus Paderborn, die unter anderem bei der WM 2014 Gold mit der deutschen Mannschaft gewann.

Ihre Mutter – ist Gina Capellmann-Lütkemeier. Ihre Tante ist – Nadine Capellmann.

Beide feierten Erfolge im Dressurviereck, wobei Nadine Capellmann ihre Schwester mit unter anderem olympischem Mannschaftsgold sowie WM-Gold im Einzel etwas überragt. „Mein erstes Pony hieß Karo. Ich bekam den Shettyrappen von meiner Tante Nadine geschenkt und gewann mit ihm meine erste Führzügelklasse als ich zweieinhalb Jahre alt war“, schreibt die heute 29-jährige Fabienne Müller-Lütkemeier auf ihrer Homepage. Das war ihr Weg in den Reitsport.

Wie Kinder sonst beginnen können? Drei Fragen, drei Antworten.

Ab wann zum Reitunterricht?

Geführtes Ponyreiten und/oder Voltigierunterricht sind schon im Kindergartenalter empfehlenswert. Der vertrauensvolle Umgang mit dem Pony unter ständiger Aufsicht kann ab ca. vier Jahren stattfinden. Dabei stehen jegliche Tätigkeiten rund ums Pony im Vordergrund: Mithilfe beim Putzen, Füttern, Führen, etc. Reiten ist eine hoch koordinative Sportart, die viel Balance, Geschicklichkeit und motorische Fähigkeiten benötigt. Das beste motorische Lernalter liegt zwischen 10 und 13 Jahren. Das Pferd oder Pony sollte vom Wesen und Ausbildungsstand her zu den Fähigkeiten des Reiters passen. Eine gute Reitschule trifft die Pferdeauswahl ganz bewusst.

Ein eigenes Pferd?

Viele Vereine und Betriebe bieten Reitunterricht auf Schulpferden oder -ponys an. Bei einem eigenen Pferd stellt sich die Frage der Unterbringung. Außerdem fallen neben der Anschaffung Kosten für Futter, Ausrüstung, Tierarzt, Schmied, Versicherung etc. an. Es besteht auch die Möglichkeit einer Reitbeteiligung (Reiter und Pferdebesitzer teilen sich ein Pferd).

Wie teuer ist der Einstieg?

Die Einsteiger-Grundausrüstung für Reiter mit zertifiziertem und genormten Helm, Reithosen, Stiefeln und Handschuhen ist bereits für rund 150 Euro zu bekommen. Laut dem Sportentwicklungsbericht Pferdesport verlangen Pferdesportvereine im Durchschnitt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von maximal 30 Euro für Kinder, 33,50 Euro für Jugendliche und 55 Euro für Erwachsene. Hinzu kommen die Kosten für Reitstunden, die in den Vereinen bei durchschnittlich 12 Euro für Kinder, 13 Euro für Jugendliche und 15 Euro für Erwachsene liegen.

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