Fußball

Chancenlos in Röllinghausen

Und bist du nicht willig...: Tim Faßbender (FC 96) fährt Sahin Tüysüz in die Parade.

Foto: Michael Richter

Und bist du nicht willig...: Tim Faßbender (FC 96) fährt Sahin Tüysüz in die Parade. Foto: Michael Richter

Röllinghausen.  Die Rote Laterne bleibt beim FC 96. Das ist die bittere Erkenntnis für den Trainer des Kreisliga-A-Schlusslichts, Igor Bendovskyi, aus dem Derby bei Schwarz-Weiß Röllinghausen. Der zweite Dreier in Folge war eigentlich angedacht, stattdessen hat es für das personell wieder einmal arg gerupfte Team vom Hohenhorst eine deftige 1:7-Klatsche gegeben. Das Ergebnis sagt alles, uns fehlt es einfach an Qualität, meinte Bendovskyi.

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Bendovskyis Analyse hatte über weite Strecken diesen niederschmetternden Grundton. "Es war wie immer: Der Gegner kommt immer an den Ball, wir nicht. Hat das mit Glück zu tun? Ich weiß nicht" , sagte er. Doch als Resignation wollte der Ex-Profi seine Worte nicht verstanden wissen. Mit "fünf, sechs neuen Spielern zur Winterpause" sei er im Gespräch. "So lange es noch rechnerisch geht, müssen wir Feuer geben."

Feuer hätte dem Derby auch gutgetan. Es war jedoch eher ein Spiel der Pleiten, Pech und Ballverluste. Auf beiden Seiten. "23 Fehlpässe habe ich in der ersten Halbzeit bei uns gezählt", war Röllinghausens Trainer Frank Fuhrmann mit der Leistung seiner Elf in den ersten 45 Minuten nicht einverstanden. Immerhin konnte der Gastgeber jedoch früh das 1:0 erzielen: Nach einem zu kurz geratenen Befreiungsschlag von FC-Keeper Frank Blankenburg legte Michael Baczynski auf David Pantring ab - 1:0 (11.).

Eine halbe Stunde benötigten die Hohenhorster, um den gegnerischen Strafraum betreten zu können. Prompt langte es: Aus dem Gewühl am kurzen Pfosten knickerte Thorsten Voß die Kugel zum Ausgleich ein (36.).

Und es war der Knackpunkt des Spiels, dass noch vor der Pause Baczynski Röllinghausen wieder mit 2:1 in Front köpfte und Sahin Tüysüz kurz nach Wiederbeginn das 3:1 (56.) erzielte. "Wir haben unsere Angriffe auch besser vorbereitet, über die Außen gespielt", erkannte Fuhrmann eine Leistungssteigerung seiner Truppe nach dem Seitenwechsel.

Da fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, das Justin Kaup zuvor aus knapp zwei Metern den Ball über das Tor gehämmert hatte (52.) und auch das "Geschenk" zur psychologischen Stärkung nicht annahm und einen Foulelfmeter an den Pfosten hämmerte (58.). "Justin ist ein richtig guter Fußballer", weiß sein Trainer um die Qualitäten des erst 18-jährigen Stürmers.

Eine Viertelstunde vor Schluss musste FC-Stürmer Robin Demes verletzt passen. Einen dritten, gesunden Auswechselspieler konnten die Gäste, die schon dreifache Verstärkung von der "Zweiten" bekamen, nicht aufbieten. Zu zehnt kam es knüppeldick. Das überfällige 4:1 markierte Baczynski (82.). Pantring (83.), Luka Meyer (87.) und Dominik Heinemann (89.) erhöhten auf 7:1.

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